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Landeshauptstadt Stuttgart

Gesundheitsberatung

Prostitution

Die Stadt Stuttgart hilft weiblichen und männlichen Prostituierten mit medizinischer Beratung und präventiven Angeboten. Ziel ist es, sowohl Infektionskrankheiten zu bekämpfen als auch den Ausstieg aus der Prostitution zu erleichtern.

Soziale Beratung für Prostituierte: in der gemeinsamen Anlaufstelle Café La Strada und Café Strich-Punkt.

Der hohe Konkurrenzdruck, fehlende Perspektiven, Gewalt und Abhängigkeitsverhältnisse schaffen Probleme. Die Gefahr von sexuell übertragbaren Krankheiten ist im Milieu besonders groß, Prostituierte werden oft diskriminiert oder sogar zur Prostitution gezwungen.

Aus Unwissenheit oder Scham nehmen viele Prostituierte die Hilfsangebote der Stadt nicht an. Deshalb ist ein Ansatz der Stadt, möglichst niederschwellige Anlaufstellen und Beratungsangebote zu bieten. Außerdem fördert die Landeshauptstadt verschiedene Angebote zur Prävention.

Beratung für Prostituierte

In der Beratung geht es um Unterstützung im Alltag bei psychosozialen Problemen und Suchtmittelabhängigkeit, um wirtschaftliche Probleme und um alternative Lebensperspektiven.

Speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin und Sozialarbeit kümmern sich um die Anliegen von Prostituierten. Dazu gehört adäquate Hilfe und Beratung, Unterstützung für die Menschen, die in der Prostitution arbeiten sowie Ausstiegshilfen und Hilfe zur Selbsthilfe.

Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht, eine Beratung ist in nahezu allen Sprachen möglich.

Soziale Beratung in der gemeinsamen Anlaufstelle

Das Café La Strada für Frauen und das Café Strich-Punkt für Männer ist eine gemeinsame Anlaufstelle für weibliche und männliche Prostituierte in Stuttgart. Die Trägerschaft haben das Gesundheitsamt Stuttgart, der Caritasverband für Stuttgart e.V., die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. und der Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten.

Medizinische Beratung und Prävention

Unsere medizinische Beratung im Gesundheitsamt bietet Ihnen zum Selbstkostenpreis ein erweitertes Angebot zu allen  sexuell übertragbaren Erkrankungen in Stuttgart.

Wir beraten unter anderem zu folgenden Themen: HIV, AIDS ,Chlamydien, Gonorrhö (Tripper), Syphilis (Lues), Hepatitis und gegebenenfalls auch Impfung bei fehlender Krankenversicherung.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert  zu sexueller Gesundheit in 13 Sprachen (Öffnet in einem neuen Tab).

Anmeldung nach dem Prostituiertenschutzgesetz

Seit 1. Juli 2017 gilt das  Prostituiertenschutzgesetz (Öffnet in einem neuen Tab) (ProstSchG). Alle Personen, die in der Prostitution tätig sind, müssen sich anmelden.

Für die Anmeldung und die gesundheitliche Beratung ist das Gesundheitsamt Stuttgart zuständig. Vom Gesundheitsamt erhalten Sie die vom Gesetz vorgeschriebene Bescheinigung über die gesundheitliche Beratung und die Anmeldebescheinigung. Sie benötigen in der Regel zwei Beratungstermine. Einen für die gesundheitliche Beratung und einen weiteren für das Informations- und Beratungsgespräch. Die Beratung erfolgt im Gesundheitsamt, 1. OG, Zimmer 176. Den Termin können Sie telefonisch, oder persönlich im Gesundheitsamt vereinbaren.

Informationen über die Informationen zur Anmeldung einer Prostitutionstätigkeit beziehungsweise einer Prostitutionsveranstaltung bietet das Amt für öffentliche Ordnung der Landeshauptstadt Stuttgart.

Gesundheitsamt

Sozialdienst für sexuelle Gesundheit, Prostitution und Tuberkulose - hier Prostitution

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Bildnachweise

  • Stadt Stuttgart
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  • Thomas Schlegel