Aktionsplan: Nachhaltig mobil in Stuttgart

Im Stuttgarter Stadtkessel gibt es zu viel Stau, Stress, Lärm und Feinstaub bzw. Stickoxide. An dieser Erkenntnis führt trotz aller Bemühungen der letzten Jahre kein Weg vorbei. Zu viele konventionell angetriebene Kraftfahrzeuge fahren täglich in den Stuttgarter Kessel und dies, obwohl unsere Stadt über einen ÖPNV von sehr guter Qualität verfügt und Verbesserungen für den Radverkehr erreicht wurden. Dabei geht es nicht um die Frage, ob man für oder gegen Autos ist, sondern darum, wie gut vernetzte Mobilität in unserer Stadt aufgebaut und organisiert werden kann. Dies ist auch und gerade im Interesse unserer Automobilindustrie. Aktionsplan Nachhaltig mobil in Stuttgart (PDF).

Handlungsfelder

Das Aktionsprogramm "Nachhaltig mobil in Stuttgart" identifiziert und priorisiert Handlungsfelder und Maßnahmen. Es baut auf bisherige Planwerke und Ansätze auf:

Darüber hinaus wird es um neue Maßnahmen ergänzt:
  • Intermodalität und Vernetzung
  • ÖPNV
  • Berufsverkehre
  • Stadteigene Mobilität
  • Mobilität in der Region
  • Motorisierter Individualverkehr
  • Nicht-motorisierter Verkehr
  • Wirtschaftsverkehr
  • Öffentlichkeitsarbeit

Stadt der kurzen Wege

Die Strategie ist längerfristig ausgerichtet und kombiniert stadtplanerische Instrumente mit der Verkehrsplanung und Infrastrukturpolitik. Im Zentrum steht eine hohe Qualität des öffentlichen Raums durch intensive Förderung der Innenentwicklung und eine Stadt der kurzen Wege.

Die gesamte Region ist gefragt

Natürlich ist die Frage, wie viele Kraftfahrzeuge täglich in den Stuttgarter Stadtkessel einfahren, auch eine Angelegenheit der gesamten Region Stuttgart. Es wird sehr darauf ankommen, dass die Städte, Landkreise, der Verband Region Stuttgart und die Unternehmen in Mobilitätsfragen optimal zusammenarbeiten. Das gemeinsame Ziel sollte sein, für die Bürgerinnen und Bürger zuverlässige und bezahlbare Mobilität sicherzustellen.

Ziele

Ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Ziele des Aktionsplans zu erreichen, ist die Reduzierung des mit konventionellen Antrieben ausgestatteten Autoverkehrs im Stadtkessel um 20 Prozent. Hierzu ist Kfz-Verkehr zu vermeiden, zu verlagern und umweltverträglich zu gestalten:

  • Die Stadt muss mehr in verbesserte Rahmenbedingungen für den ÖPNV und den Fuß- und Radverkehr investieren sowie Anreize für weniger Fahrten mit dem motorisierten Individualverkehr schaffen. Hierzu sind neben attraktiven Angeboten unter anderem auch Verhaltensänderungen und ein Bewusstseinswandel notwendig.
     
  • Eine gesellschaftliche Debatte über Entschleunigung und Lebensqualität für eine urbane Stadt Stuttgart, in der alle Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen gleichrangig zu betrachten sind, muss angestoßen werden.
     
  • Das Thema Mobilität ist eine wesentliche Daueraufgabe jeder Kommune. Die Stadt Stuttgart wird die aufgeführten innovativen Projekte und Maßnahmen schrittweise umsetzen und diesen Aktionsplan im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Mobilität fortschreiben.

Weitere Informationen

Broschüre: Aktionsplan Nachhaltig mobil in Stuttgart (PDF - 663 KB)