Plusenergieschule: Die Uhlandschule erzeugt mehr Energie als sie verbraucht
Die fossilen Energieressourcen wie Öl und Gas gehen zur Neige. Eine der größten Herausforderungen ist es, Strategien für eine nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln. Eine wichtige Rolle kommt dabei öffentlichen Gebäuden, insbesondere Schulen zu. So macht der Anteil von Schulen in Stuttgart an der städtischen Gebäudefläche mehr als 40 Prozent aus. 20 Prozent sind es bei den Gesamkosten für Energie.
Die Stadt Stuttgart hat daher das Vorhaben "Uhlandschule wird zur Plusenergieschule" initiiert. Die Grund- und Werkrealschule in Stuttgart-Zuffenhausen soll künftig mehr Energie erzeugen als verbrauchen. Der Standort Stuttgart ist einer von drei Standorten deutschlandweit an dem eine Plusenergieschule realisiert werden soll, hat Vorzeigecharakter auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung und soll weitere Vorhaben zur energieeffizienten Sanierung anstoßen.
Mit dem Umbau der Uhlandschule zeigt die Landeshauptstadt gemeinsam mit ihren Partnern das technisch Machbare bei der energetischen Gebäudesanierung. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts liegt beim Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP). Die Industriepartner sind die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die Robert Bosch GmbH und die Saint-Gobain Gruppe. Das Projekt wird im Rahmen der Energieforschung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert (BMWi).
Umbau im laufenden Betrieb
Die Uhlandschule soll im laufenden Betrieb ganzheitlich energetisch verbessert werden. Dazu werden Gebäudehülle und Anlagetechnik saniert. Innovative Wärmedämmmaterialien sollen eingebaut und Lüftungskonzepte umgesetzt werden. Zu dem erzeugen Sonnenenergie und Erdwärme den verbleibenden Bedarf für Strom und Wärme vor Ort.
Mit der Bestandsanalyse wurde 2009 begonnen. Die umfangreichen Sanierungs- und Baumaßnahmen erfolgen in den Jahren 2012/13 und müssen eng mit dem Schulbetrieb abgestimmt werden.
Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BmWi)
Die Gesamtkosten des Bauvorhabens liegen bei 12,3 Millionen Euro. Das Bundesministerium beteiligt sich mit 4,4 Millionen Euro an den förderfähigen Investitionskosten der innovativen Systemkomponenten.


