Urban Gardening: Schrebergärten für alle

Gartenbau in der Großstadt? Das klingt zunächst ungewöhnlich. Doch Obst- und Gemüsegärten haben in vielen Städten eine lange Tradition - auch in Stuttgart. Das erste Stuttgarter Wohnquartier, das Bohnenviertel, verdankt dem Gemüseanbau sogar seinen Namen: Handwerker und Weinbauern, die sich hier angesiedelt hatten, pflanzten zwischen den Häusern Kletterbohnen an, um ihre Versorgung zu sichern und lange Transportwege zu vermeiden.

Ob in Stuttgart, Paris oder New York: Die landwirtschaftliche Nutzung freier Flächen mitten in der Stadt hat sich zu einem Trend entwickelt. Beim Gärtnern in der Stadt ("Urban Gardening") spielen heute immer mehr gesellschaftliche und ökologische Themen eine Rolle. Denn bei der gemeinsamen Gartenarbeit gedeihen nicht nur Gemüse und Obst, sondern auch Gemeinschaftssinn, Kultur und Bildung - und zusammen mit anderen lassen sich die Früchte der Arbeit noch viel besser genießen.  Durch Urban Gardening können zudem Brach- und Dachflächen in der Stadt sinnvoll genutzt werden. Das verschönert nicht nur das Stadtbild, sondern sorgt auch für besseres Klima und bietet einen ökologischen Mehrwert.

Um die Barriere für bestehende und kommende Projekte möglichst niedrig zu halten, hat die Stadt Stuttgart eine neue Koordinationsstelle Urbanes Gärtnern beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung eingerichtet. Hier werden Aktive, Initiativgruppen, Schulen und Kindertagesstätten miteinander vernetzt, beraten und gefördert. Die Bürgerinnen und Bürger tragen so gemeinsam mit der Stadtverwaltung zu einer lebenswerten und lebendigen Stadt bei.

Richtlinien und Antragsformular

Richtlinie - Urbane Gärten in Stuttgart (PDF)

Antrag - Urbane Gärten in Stuttgart (PDF)

 
 

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