Historische Aufnahme der Weissenhofsiedlung

Weitere Informationen: www.weissenhof2002.de

Weissenhofsiedlung

Die Weissenhofsiedlung ist eines der bedeutendsten Zeugnisse des Neuen Bauens: Sie entstand 1927 als Bauausstellung der Stadt Stuttgart und des Deutschen Werkbundes. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe haben 17 Architekten ein mustergültiges Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen geschaffen.

Die an der Ausstellung beteiligten Architekten wie Le Corbusier, Gropius, Mies van der Rohe, Scharoun und andere, waren in der damaligen Zeit nur in Kreisen der internationalen Avantgarde bekannt - heute zählen sie zu den bedeutendsten Meistern der modernen Architektur. Auf dem Weissenhof finden sich die Häuser dieser Architekten in unmittelbarer Nachbarschaft: Das ist es, was die Siedlung weltweit so einzigartig macht.

Die wechselvolle Geschichte der Weissenhofsiedlung spiegelt die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen des 20. Jahrhunderts wider. Im Dritten Reich verfemt, im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, begegnete man der Siedlung auch anschließend mit Ignoranz. Erst 1958 wurde die Weissenhofsiedlung unter Denkmalschutz gestellt. Einen wichtigen Impuls brachte der 75. Jahrestag der Werkbundausstellung auf dem Weissenhof: Im Jahr 2002 gelang es der Stadt Stuttgart, das Doppelhaus von Le Corbusier zu erwerben, um darin das Weissenhofmuseum einzurichten.