Stadtreinigung und Winterdienst

Der städtische Eigenbetrieb AWS Abfallwirtschaft Stuttgart ist auch für die Stadtreinigung, Papierkorbleerung und den Winterdienst zuständig.


Winterdienst auf Gehwegen - Räumpflicht

Wann und wie oft geräumt werden muss, hängt von der Wetterlage ab. Vorgeschrieben ist: bei Schnee- und Eisglätte müssen die Gehwege montags bis freitags bis 7 Uhr, samstags bis 8 Uhr, sonntags und feiertags bis 9 Uhr geräumt und gestreut werden. Kommt es tagsüber zu Schnee- und Eisglätte, ist unverzüglich - bei Bedarf auch wiederholt - zu räumen, und zwar bis 21 Uhr.

Dabei dürfen in Stuttgart weder Salze noch andere auftauende Stoffe verwendet werden (Satzung über das Reinigen, Räumen und Streuen der Gehwege in Stuttgart). Salz schadet Pflanzen und dem Grundwasser, Tiere bekommen wunde Pfoten, das Salz greift Schuhe, Kleidung, Straßen- und Fußwegbeläge, Metall und Beton an und lässt die Blätter der Bäume im Sommer braun werden.

Auf diesen Gehwegen räumt der städtische Winterdienst:

(Entnommen aus  dem Amtsblatt aus 2011 - Gilt derzeit  noch.)


Häufig gestellte Fragen zum Winterdienst


Winterdienst auf Fahrbahnen

  • In der Zeit von Anfang November bis Ende März kommt der Eigenbetrieb AWS mit großem Einsatz seinen Winterdienstverpflichtungen nach.
  • Von den insgesamt 1.410 Kilometer Straßenlänge sind zirka 955 Kilometer in den Fahrbahnstreuplänen des Eigenbetriebs AWS beziehungsweise zirka 80 Kilometer in den Fahrbahnstreuplänen der umliegenden Landkreise enthalten.
  • Die restlichen zirka 380 Kilometer (ebene Wohnstraßen) werden im Rahmen des Winterdienstes nur betreut, wenn ein polizeiliches Bedürfnis vorliegt (zum Beispiel hoher Schneefall oder Eisregen).
  • Nach Abschluss der Winterdiensttätigkeiten in den Dringlichkeitsstufen I, II und III kontrolliert der Eigenbetrieb AWS die ebenen Wohnstraßen auf gefährliche Stellen (zum Beispiel Kurven, Einmündungsbereiche et cetera) und führt dort, sofern erforderlich, Maßnahmen des Winterdienstes durch.
  • Bei der Salzanwendung gilt die Maxime: "So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich." Aus diesem Grund wird die sogenannte Feuchtsalzstreuung angewandt. Dabei wird während des Streuvorgangs Natriumchlorid mit einer Sole aus Natriumchlorid angefeuchtet und mit Hilfe des rotierenden Streutellers auf die Fahrbahnen ausgebracht.

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Reinigung öffentlicher Verkehrsflächen

Zu den zu reinigenden öffentlichen Verkehrsflächen zählen Fahrbahnen, Parkplätze, die städtischen Gehwege, Fußgängerzonen, Plätze, Unterführungen et cetera. Während unverparkte Fahrbahnen grundsätzlich mit normalen Straßen-Kehrmaschinen (rotierende Tellerbesen mit pneumatischer Absaugung) gereinigt werden, erfolgt die Reinigung verparkter Fahrbahnen vorzugsweise mit dem vom AWS entwickelten Saugauslegersystem. Die Reinigung von Fußgängerzonen und Unterführungen wird manuell beziehungsweise mit Kleinkehrmaschinen  durchgeführt. Für unterirdische Ladenpassagen werden für die Grundreinigung sogenannte Nassreinigungsautomaten eingesetzt.

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Fotos AWS

Reinigung (Fegen) mit Reisigbesen

Beim Eigenbetrieb AWS kommen seit Jahren Erikazweige zum Einsatz, die in gebündelter Form eigens aus Italien importiert werden. Damit hat der Eigenbetrieb die besten Erfahrungen gemacht. Beim Stuttgarter Modell wird das Reisigbündel fast im rechten Winkel zum Stil mit Hilfe einer Metallplatte, Draht und Schrauben montiert. Was auf den ersten Blick seltsam aussieht, erweist sich dabei als äußerst praktikabel. Durch die besondere Anbringung der Zweige vergrößert sich nämlich der Radius zum Fegen. Die Lebensdauer ist allerdings gering. Trotz liebevoller und technisch ausgetüftelter Fertigung muss ein Bündel nach einer Woche durch ein neues ersetzt werden.

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Straßenreinigung mit Reisigbesen. Foto: AWS

Papierkorbleerung

In Stuttgart werden wöchentlich zirka 5.000 Papierkörbe mehrfach geleert.
Der Eigenbetrieb AWS hat neben herkömmlichen Papierkörben auch viele Unterflurabfallsammelbehälter installiert.

  • Unterflurabfallsammelbehälter sind Abfallbehältnisse, die in den Boden eingelassen werden.
  • Die überirdischen, zylindrischen Einwurfbehälter (Edelstahltuben mit Ascher) sind schlicht und als Abfallbehälter eindeutig erkennbar.
  • Das Fassungsvermögen beträgt rund 650 Liter.
  • Aufgrund des weitaus größeren Fassungsvermögens (im Vergleich bisher Abfallkörbe mit 50 und 90 Liter Fassungsvermögen) reduziert sich der Leerungsrhythmus als auch die Anzahl der Behälter auf der Königstraße.
  • Die Leerung der Behälter erfolgt maschinell mittels einer mit einem Absaugschlauch ausgestatteten Kehrmaschine.
  • Der anfallende Abfall wird einfach abgesaugt.

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Einwurfbehälter und Unterflurabfallsammelbehälter. Foto: AWS
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Kehrmaschine mit Absaugschlauch. Foto: AWS