Zivilcourage

"Zuffenhausen: Frau unsittlich belästigt"; "Vaihingen: Mann geschlagen und ausgeraubt"; "Stuttgart-Ost: Mann angegriffen und geschlagen" - solche Schlagzeilen aus dem Polizeibericht machen uns Angst. Wir sorgen uns um unsere Sicherheit. In Stuttgart gibt es zwar eine vergleichsweise moderate Zahl an Gewaltverbrechen. Aber auch hier ist die Bereitschaft zur Problemlösung mit Gewalt unverändert hoch. Und gerade bei Jugendlichen führt ein zunehmend exzessiver Alkoholkonsum dazu, dass Hemmschwellen schnell überschritten werden.

Frau streckt die Hand aus, Stop signalisierend
Gewalt mit deutlichen Zeichen entgegenwirken. Foto: ccvision.de

Gefühlte Bedrohung

Die wenigsten werden jemals selber Opfer oder Zeuge von Gewalt. Besonders schwere Verbrechen wie etwa der Amoklauf von Winnenden und Wendlingen oder die tödliche Münchner S-Bahn-Attacke und vor allem die Berichterstattung darüber, führen aber zu einer ständigen gefühlten Bedrohung. Alles, was wir im Fernsehen sehen oder in der Zeitung lesen, beziehen wir auch auf unser Umfeld.

Was können wir tun? Die italienische Journalistin Franca Magnani hat einmal gesagt: "Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen." Sie bringt damit auf den Punkt: Für die Sicherheit sind wir alle, jede Einzelne und jeder Einzelne, verantwortlich.

dunkle UnterführungVergrößern
Jeder kann zur Sicherheit beitragen. Foto: ccvision.de

Zivilcourage bedeutet nicht, den Helden zu spielen

Viele Menschen wollen auch Zivilcourage zeigen und Mitmenschen in Not helfen. Doch in der konkreten Situation kommt dann die Angst. Und das ist gar nicht verkehrt, denn die Angst fördert unsere Vorsicht und kluges Verhalten in gefährlichen Situationen. Zivilcourage bedeutet nicht, den Helden zu spielen. Zivilcourage bedeutet, überlegt und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu helfen, eine gefährliche Situation zu entschärfen. So kann jeder einen Beitrag zur Sicherheit leisten.

Weitere Informationen

Wie man in einer bedrohlichen Situation reagieren sollte, haben die Polizei und die Stabsstelle Kommunale Kriminalprävention der Stadt Stuttgart zusammengestellt:

Die "Aktion tu was" ist die Online-Initiative der Polizei zum Thema Zivilcourage. Auf diesen Internetseiten informiert die Polizei darüber, was passieren kann und wie man reagieren sollte.

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