Sozialer Trainingskurs

Der Soziale Trainingskurs der Dienststelle "Ambulante Maßnahmen der Jugendhilfe im Strafverfahren", ist ein Angebot an straffällig gewordene männliche Jugendliche und Heranwachsende.

Themenschwerpunkte beim Training sind die aktuelle Lebens- und Alltagssituation, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Handlungs- und Problemlösungsstrategien der Teilnehmer.

Die Jugendhilfe im Strafverfahren schlägt nach Absprache mit den jungen Menschen in der Hauptverhandlung vor, einen Sozialen Trainingskurs als Weisung auszusprechen. Eine freiwillige Teilnahme, ohne Urteil, ist unter bestimmten Voraussetzungen, nach individueller Absprache möglich.

Für junge Menschen mit großen sprachlichen Defiziten, einer akuten Drogen- oder Alkoholabhängigkeit oder psychischen Erkrankungen ist eine Teilnahme nicht möglich.

Ziel des Sozialen Trainingskurses ist die Stärkung der sozialen Kompetenzen. Im Einzelnen sind dies: das Selbstbewusstsein, die Empathiefähigkeit, die Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit der jungen Menschen. Dazu gehören auch die Reflektion der aktuellen Lebens- und Alltagssituationen, der eigenen Anteile an den Straftaten sowie die Arbeit an den jeweils formulierten Veränderungszielen.

Der Soziale Trainingskurs wird in Form eines Gruppentrainings durchgeführt. Es werden bis zu zwölf junge Menschen aufgenommen. Das obligatorische Einzelerstgespräch dient der Information über das Training und der Teilnehmerauswahl. Das Training umfasst bis zu 10 Trainingseinheiten, mit einer Dauer von bis zu 3,5 Stunden pro Einheit. Es kann maximal 3 Gruppentreffen pro Woche geben, in der ersten Trainingshälfte gibt es an einem Wochenende einen erlebnispädagogischen Tag. Insgesamt erstreckt sich das Training über einen Zeitraum von ca. zwei Monaten und umfasst etwa 32 Stunden.

Inhalte der Termine:

  • Übungen zur Kommunikation und Körpersprache.
  • Einsatz von Medien (Video, Beamer) zur Selbstreflektion.
  • Lernen von Entspannungstechniken.
  • Üben von alternativen Verhaltensweisen und Problemlösungsstrategien.
  • Rollenspiele zur Selbst- und Fremdwahrnehmung.

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