Schornsteinfeger

Schornsteinfegerarbeiten

Bei den Schornsteinfegerarbeiten wird zwischen privatrechtlichen und hoheitlichen Arbeiten unterschieden. Privatrechtliche Arbeiten müssen vom Grundstücks- oder Wohnungseigentümer beauftragt werden. Den Schornsteinfegerbetrieb kann er selbst auswählen. Hoheitliche Arbeiten darf dagegen nur der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger durchführen, der sich dazu anmelden wird.

Hoheitliche Schornsteinfegerarbeiten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Feuerstättenschau, die Ausstellung von Feuerstättenbescheiden und die Abnahme von neuen oder instandgesetzten Feuerungsanlagen. Zu den Pflichten des bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers zählt ebenfalls, dem Amt für Umweltschutz mitzuteilen, wenn Mängel an Feuerungsanlagen nicht behoben oder privatrechtliche Schornsteinfegerarbeiten nicht durchgeführt wurden.

Feuerstättenschau
Bei der Feuerstättenschau überprüft der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger durch Inaugenscheinnahme alle Feuerstätten und Schornsteine in einem Gebäude. Da er hierzu jeden Schornstein zu "umrunden" hat, muss er auch Räume betreten, in denen sich keine Feuerstätten befinden.

Feuerstättenbescheid
Nach der Feuerstättenschau erhält der Eigentümer einen Feuerstättenbescheid. Darin steht, welche privatrechtlichen Arbeiten an den Feuerungsanlagen wann und wie häufig erledigt werden müssen.

Abnahme einer Feuerungsanlage
Dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger sind mindestens 10 Tage vor der Installation einer neuen oder der Instandsetzung einer bestehenden Feuerungsanlage die erforderlichen technischen Angaben vorzulegen. Diese Angaben wird in der Regel der Heizungsfachbetrieb liefern. Verantwortlich ist jedoch der Eigentümer. Die Feuerungsanlage darf erst betrieben werden, wenn der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Brandsicherheit sowie die sichere Abführung der Verbrennungsabgase bescheinigt hat.

Auf der Internetseite der Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Stuttgart können Sie nach dem für Ihr Gebäude oder Ihre Wohnung zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger suchen.

Privatrechtliche Schornsteinfegerarbeiten

Hierbei handelt es sich um Kehr-, Mess- und Überprüfungsarbeiten. Diese Arbeiten dürfen nur von zugelassenen Betrieben - dazu zählen auch die Betriebe der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger - vorgenommen werden.

Beauftragt der Eigentümer nicht den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger, so ist diesem nachzuweisen, dass die Schornsteinfegerarbeiten durchgeführt wurden. Hierzu sind Formblättern zu verwenden, die der beauftragte Schornsteinfegerbetrieb vorhalten und ausfüllen wird. Der Ei-gentümer ist dafür verantwortlich, dass die Formblätter spätestens 14 Tage nach Ablauf der im Feuerstättenbescheid genannten Frist dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger vorliegen.

Auf der Internetseite SchornsteinfegerNetzwerk finden Sie eine Auswahl von Schornsteinfegerbetrieben.

Wenn Schornsteinfegerarbeiten nicht ermöglicht oder nicht beauftragt werden

Wird die Feuerstättenschau nicht ermöglicht oder weist ein Eigentümer nicht nach, Schornstein-fegerarbeiten durchgeführt zu haben, muss der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger unverzüglich das Amt für Umweltschutz informieren. Das Amt für Umweltschutz wird erforderlichenfalls die Durchführung der Schornsteinfegerarbeiten anordnen und ggf. Bußgelder festsetzen. Ermöglicht ein Mieter nicht dem vom Eigentümer beauftragten Schornsteinfeger den Zutritt, sollte der Eigentümer das zur eigenen Entlastung der Behörde mitteilen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen, insbesondere die einschlägigen rechtlichen Regelungen zum Herunterladen, sind auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg zu finden.


 
 

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