Kinderzahnpflege: Fluorid baut auf, wehrt ab und repariert

Fluoride werden während der Entwicklung in die Zähne eingebaut und machen sie widerstandsfähiger gegenüber Säuren. Sie unterstützen den natürlichen Reparaturmechanismus des Speichels, indem sie den Einbau der Mineralien in den angegriffenen Zahnschmelz fördern.

Kariesprophylaxe mit Fluorid


Grundsätzlich ist der Fluoridgehalt des Trink- bzw. Mineralwassers zu berücksichtigen.
(Stuttgarter Leitungswasser: Bodenseewasser 0,09 mg/l Fluoride, Landeswasser unter 0,05 mg/l Fluoride)

Die Kariesprophylaxe mit Fluorid beginnt mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne.

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Die Verwendung einer fluoridhaltigen Baby- oder Kinderzahnpasta

  • bei Kindern bis zu 2 Jahren zweimal täglich eine "erbsengroße" Portion fluoridhaltiger Babyzahnpasta (Fluoridgehalt max. 0,05% bzw. 500 ppm) oder  eine "reiskorngroße" Portion fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (Fluoridgehalt max. 0,1% bzw. 1.000 ppm)
  • bei Kindern von 2 bis 6 Jahren zweimal täglich eine "erbsengroße" Portion fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (Fluoridgehalt max. 0,1% bzw. 1.000 ppm)

in Kombination mit fluoridhaltigem Speisesalz

oder

2. Die tägliche Gabe von Fluoridtabletten (altersabhängig)

In diesem Fall darf kein fluoridhaltiges Speisesalz verwendet werden. Zum Zähneputzen sollten die Kinder eine fluoridfreie Zahnpasta benutzen, solange bis sie richtig ausspucken können.

Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist der ersten Methode der Vorzug zu geben.

 
 

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