Otto Herbert Hajek: Wegezeichen-Ensemble "Zeichen ortieren Orte"

Die fünfteilige Arbeit mit dem Namen Zeichen ortieren Orte - Wegezeichen war eines von Otto Herbert Hajeks letzten großen Projekten. Hajek wurde 1997 von der Sparda-Bank eingeladen, anlässlich ihres 100 jährigen Bestehens ein Konzept zur Gestaltung der Stuttgarter Filiale auszuarbeiten. In den vier Wegezeichen verbinden sich Plastik, Malerei und Text zu einem wirkungsvollen Kontrast zu den Bürogebäuden in der Umgebung.

Zeichen ortieren Orte

Das Konzept der Gruppe "Zeichen orientieren Orte" hat Otto Herbert Hajek im Sockel des Wegezeichen 1 festgehalten:

Kunst ist ein Wetzstein für Toleranz.
Kunst ist die Möglichkeit des Unmöglichen.
Kunst kündet von der Natur.
Sie kündet von der Sehnsucht des Menschen.
Kunst dient dem Menschen zur Befreiung.

Arbeiten in Kunst ist Arbeiten in Frieden.
Kunst ist die Widersetzlichkeit gegen das Alltägliche.
Künstlerisches erbringen ist Sinndeutung unseres Lebens.
Kunst stiftet Gemeinschaft.

Arbeiten in Kunst fördert das Verändern von Verhältnissen.
Urheber-Künstler sind eine Unruhungsgruppe in unserer Gesellschaft.
Kunst ist die Einsicht in die Entwicklung unserer Umwelt.
Kunst bringt Abwesendes zur Anwesenheit.

Otto Herbert Hajek: Wegezeichen 1, 1998/99Vergrößern
Otto Herbert Hajek: Wegezeichen 1, 1998/99. Foto: Wolfram Janzer
Otto Herbert Hajek: Wegezeichen 2 und 3. Foto: Brigitte RuoffVergrößern
Otto Herbert Hajek: Wegezeichen 2 und 3. Foto: Brigitte Ruoff
Otto Herbert Hajek: Wegezeichen 4 - Struktursäulen. Foto: Archiv Hajek (Großansicht)Vergrößern
Otto Herbert Hajek: Wegezeichen 4 - Struktursäulen. Foto: Archiv Hajek