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OB Kuhn zum Tod des Historikers Eberhard Jäckel: "Wann immer es nötig war, hat er klug und wirkungsvoll seine Stimme erhoben"

18.08.2017 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat sein Bedauern über den Tod des Historikers und Holocaustforschers Eberhard Jäckel zum Ausdruck gebracht und den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen.
Der OB erklärte am Freitag, 18. August: "Die Wissenschaft verliert mit Eberhard Jäckel einen der führenden Holocaustforscher und Stuttgart einen engagierten Historiker, dessen Arbeit in die Stadtgesellschaft hineinwirkte."

Jäckel habe dafür gesorgt, dass die Zeit des Nationalsozialismus in Stuttgart und bundesweit aufgearbeitet wurde, auch um dadurch die Basis für eine Versöhnung mit den Opfern zu schaffen, so Kuhn. Und weiter: "Wann immer es nötig war, hat er klug und wirkungsvoll seine Stimme erhoben und für seine Sache gestritten."

Den Angehörigen sprach der OB sein herzliches Beileid aus.

Eberhard Jäckel ist am 15. August 2017 im Alter von 88 Jahren in Stuttgart gestorben. Der 1929 in Wesermünde geborene Historiker leitete bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 die Abteilung für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart. Jäckel war ein international geschätzter Experte der Nationalsozialismus- und Holocaust-Forschung. Er war zudem eine der treibenden Kräfte, die sich für den Bau der zentralen deutschen Holocaust-Gedenkstätte in Berlin einsetzten, um die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten.

Jäckel hat 1999 den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg erhalten, zudem war er Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

Eberhard Jäckel
Am 15. August 2017 ist Eberhard Jäckel im Alter von 88 Jahren in Stuttgart gestorben. Foto: Von Dirk Baranek from Stuttgart, Germany - Empfang, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6415105