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"MiMi Gewaltpräventionsprojekt mit Migrantinnen für Migrantinnen" am 22. September in Stuttgart

19.09.2017 Soziales
Die Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern startet ein Projekt zur Gewaltprävention mit Migrantinnen für Migrantinnen. Bei der Auftaktveranstaltung am Freitag, 22. September, 15 bis 17 Uhr im Mehrgenerationenhaus im Rudolf-Schmid-Saal, Gebrüder-Schmid-Weg 13, wird das Projekt "MiMi - Gewaltprävention mit Migrantinnen für Migrantinnen" für geflüchtete Frauen und Mädchen vorgestellt.

20 engagierte Migrantinnen sollen dabei zu "MiMi-Mediatorinnen" geschult werden und im Anschluss muttersprachliche Informationsveranstaltungen in Flüchtlingsunterkünften, Migranteneinrichtungen, Bildungs- und Begegnungsstätten für Eltern und Beratungsstellen zum Thema Gewaltprävention halten. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte und Fachkräfte aus Flüchtlingsunterkünften, Migranteneinrichtungen, Bildungs- und Begegnungsstätten für Eltern und Beratungsstellen.

Das Ethnomedizinische Zentrum e.V. (EMZ) hat im Auftrag und mit Fördermitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, 2016 das Projekt "MiMi-Gewaltprävention" an sechs Standorten in Deutschland begonnen. Seit 2017 wird das Projekt auch in Stuttgart unter Federführung der Abteilung für individuelle Chancengleichheit für Frauen und Männer in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderschutz-Zentrum, Ämtern der Referate Soziales und gesellschaftliche Integration sowie Jugend und Bildung realisiert.

Das bundesweite Gewaltpräventionsprojekt entwickelt interkulturelle Konzepte für vorbeugende Maßnahmen zur Eindämmung von Gewalt und will Betroffene über ihre Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Zielgruppe sind primär geflüchtete Frauen und Mädchen. Dazu werden engagierte Frauen mit Migrationserfahrung zu interkulturellen Mediatorinnen für Gewaltprävention geschult, um später die Frauen und Mädchen kultur-, sprach- und geschlechtssensibel über Formen der Gewalt, die Rechte von Frauen in Deutschland sowie über Schutzmöglichkeiten zu informieren. Um einem umfassenden Präventionsansatz Rechnung zu tragen, ist geplant auch Männer als Mediatoren für Gewaltprävention zu schulen. Außerdem werden Handlungsempfehlungen zum Selbstschutz vermittelt und die Bildung und Nutzung von lokalen und regionalen Netzwerken angeregt.

Eine Anmeldung zur Auftaktveranstaltung bis zum 21. September, unter E-Mail PoststelleChancengleichheit@stuttgart.de ist erwünscht.

Einen Informationsflyer können Sie hier herunterladen:
Flyer Gewaltprävention für Migrantinnen (PDF)