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Bürgermeister Wölfle eröffnet das Europäische Filmfestival der Generationen in Vaihingen

05.10.2017 Kultur
Das Europäische Filmfestival der Generationen findet von Freitag, 13., bis Donnerstag, 19. Oktober, zum ersten Mal in Vaihingen statt. Der Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration, Werner Wölfle, der ganz im Sinne altersgerechter Mobilität von "Bürger-Rikscha e.V." in einem sogenannten Paralleltandem zum Veranstaltungsort Bürgerhaus Lauchhau-Lauchäcker vorgefahren wird ( www.rikscha-vaihingen.de), eröffnet das Festival am 13. Oktober um 19 Uhr im Bürgerhaus Lauchhau-Lauchäcker. Das Festival startet mit dem Film "Vergiss mein nicht". Die Dokumentation greift die Themen Demenz, Pflege, Lebensqualität, Sorgen und Freuden der pflegenden Angehörigen auf und schildert die liebevolle Begleitung einer demenzkranken Mutter aus der Sicht des Sohnes und der Familie.

"Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, das renommierte Filmfestival der Generationen dieses Jahr auch nach Stuttgart zu holen", sagt Bürgermeister Wölfle, "mir ist es wichtig, den Dialog der Generationen anzustoßen. Ich würde mich daher freuen, wenn viele Menschen Generationen-übergreifend die Filmvorführungen besuchen und miteinander ins Gespräch kommen, denn Alt werden will gelernt werden, und gemeinsam lernt sich's besser."

In sechs verschiedenen Einrichtungen in Vaihingen werden ganz unterschiedliche Filme über den demografischen Wandel, das Alter und das Älterwerden gezeigt. Sie greifen in unterschiedlicher Herangehensweise Facetten, Chancen und Herausforderungen des Älterwerdens auf. Ausgewählt wurden Filme über Partner- und Liebesbeziehungen im Alter, Generationskonflikte und über kreative musikalische Biografiearbeit. Zudem sind Beiträge zu den Themen selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter sowie technische Hilfsmittel und deren "kreative" Zweckentfremdung Teil der Veranstaltungen.

Dialog der Generationen

Wie kein anderes Festival trägt das Europäische Filmfestival zum Dialog der Generationen bei, da im Anschluss an jede Filmvorführung Publikumsgespräche mit ausgewählten Fachleuten aus der Seniorenarbeit, der Alternsforschung und dem Gesundheitsbereich angeboten werden. "Bei einem kleinen Snack und Getränken möchten wir mit den Diskussionspartnern ins Gespräch kommen", erklärt Gela Koschel vom Bürgerhaus Lauchhau-Lauchäcker.

Das Festival präsentiert den Film als Medium, um Fragen über das eigene und das gemeinsame, das heutige und das zukünftige Alter und Altern aufzuwerfen und gemeinsam zu diskutieren nach dem Motto: "Von der großen Leinwand herunter auf reale Gegebenheiten vor Ort, in der Kommune, in meinem Zuhause, in meiner Welt."

"Dass sich die sechs Einrichtungen in Vaihingen sofort bereit erklärt haben, an dem Filmfestival mitzuwirken, ist großartig", sagt der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Dr. Hans-Otto Tropp und fügt hinzu: "Wenn die Rückmeldung des Publikums bei der Premiere positiv ist, ist eine stadtweite Ausrichtung im nächsten Jahr angedacht."

Das Festival wird vom Gesundheitsamt und vom Sozialamt gemeinsam mit Vaihinger Institutionen durchgeführt. Es ist eingebettet in "TrotzAlter: unabhängig, mittendrin", ein stadtbezirksorientiertes Projekt zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention in Vaihingen.

Gemeinsam mit der Evangelischen Gesellschaft und dem Suchthilfeverbund initiiert das Gesundheitsamt seit 2015 Maßnahmen zur Sensibilisierung älterer Menschen und ihres Umfelds zu den Themen Gesundheitsförderung, Suchtprävention und Lebensqualität, führt Aktionen und Veranstaltungen durch und regt Verbesserungen der vorhandenen Strukturen in Hinblick auf präventive Maßnahmen an.

Das Europäische Filmfestival der Generationen ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe, die bereits zum achten Mal aktuelle Filme aus Deutschland und Europa über den demografischen Wandel, das Alter, das Älterwerden aller Generationen und den Dialog der Generationen präsentiert. Das Festival begann 2010 in Frankfurt am Main und in Heidelberg, inzwischen sind bundesweit über 70 Städte und Kommunen mit mehr als 200 Filmvorführungen beteiligt. Bundesweiter Veranstalter ist das Kompetenzzentrum Alter der Universität Heidelberg. Festivalleiter ist der Gerontologe Dr. Michael Doh. Im Jahr 2013 wurde das Festival mit dem "Deutschen Alterspreis" von der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet.

Das Programm

Freitag, 13. Oktober, 19 Uhr, Bürgerhaus Lauchhau-Lauchäcker, "Vergiss mein nicht"; Montag, 16. Oktober, 16 Uhr, AWO Stuttgart Begegnungs- und Servicezentrum Dürrlewang, "Das Lied des Lebens"; Dienstag, 17. Oktober, 15 Uhr, Paritätisches Mehrgenerationenzentrum Pasodi, "Robot & Frank"; Dienstag, 17. Oktober, 18.30 Uhr, Begegnungsstätte Hans Rehn Stift,

"Hinter den Wolken"; Mittwoch, 18. Oktober, 19 Uhr, Evangelische Kirchengemeinde Vaihingen "Wir sind die Neuen"; Donnerstag, 19. Oktober, 15 Uhr, Tagespflege Haus Rohrer Höhe und Ambulanter Dienst leben&wohnen, "Und wenn wir alle zusammenziehen?"

Die Filmvorführungen sind kostenlos. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger.

Das Programm findet sich auch unter www.stuttgart.de/gesundheit/trotzalter sowie www.festival-generationen.de.

Weitere Informationen erteilt das Gesundheitsamt, Lina Wallus, unter der Telefonnummer 216-59410.