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Stuttgarter Gesundheitsamt erweitert Postkarten- und Plakataktion zum Schließen von Impflücken

13.10.2017 Gesundheit
Das Gesundheitsamt knüpft an die erfolgreichen Impfkampagnen der vergangenen Jahre an und macht wieder mit kostenlosen CityCards, Plakaten und erstmals einem Kurzfilm auf den "Info-Screens" an den Stadtbahnhaltestellen auf die Wichtigkeit von Impfungen aufmerksam.

Die Postkarten zeigen Viren und Bakterien verschiedener Infektionskrankheiten in starker Vergrößerung, denen die unangenehmen Folgen für den Menschen gegenübergestellt werden. Die einzelnen Motive werden in Stuttgarter Bars, Kneipen und verschiedenen anderen Lokalitäten mit Publikumsverkehr ausliegen.

Auch Arztpraxen beteiligen sich mit Plakaten in den Wartezimmern an der Aktion, zudem wird im Internet und in Zeitungen geworben.

"Wenn in Ihrer Familie die Geburt eines Kindes ansteht oder wenn Sie mit Kindern arbeiten, schauen Sie in Ihren Impfpass und holen Sie die Impfung im Zweifelsfall nach", appelliert Sozialbürgermeister Werner Wölfle an das Gesundheitsbewusstsein der Stuttgarterinnen und Stuttgarter, "hier können auch Erwachsene zum Schutz der Säuglinge in der Umgebung beitragen."

Impfschutz gegen Keuchhusten

Wochenlange Hustenattacken, schlaflose Nächte, bei Säuglingen die Gefahr von Atemaussetzern: auch in diesem Jahr sind in Stuttgart wieder Keuchhustenbakterien unterwegs und sorgen für Krankheitstage und Sorgen bei Kindern und Eltern. Allein im Zeitraum von Januar bis September sind in der Landeshauptstadt bislang 129 Fälle gemeldet worden, möglicherweise liegt die Zahl der unerkannten Fälle noch höher.

Besonders zukünftige junge Eltern sollen an einen vollständigen Impfschutz gegen Keuchhusten erinnert werden. Gegen die Keuchhustenbakterien kann ab einem Alter von zwei Monaten geimpft werden. Um jüngere Säuglinge vor der potenziell lebensbedrohlichen Krankheit zu schützen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Impfung von Eltern, Geschwistern und anderen Menschen mit Kontakt zu Säuglingen, wie Kita-Personal, Tagesmütter und medizinisches Personal, wenn die letzte Impfung länger als zehn Jahre zurückliegt.

Weitere Informationen zu Impfungen gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.impfen-info.de, sowie unter www.mach-den-impfcheck.de und www.stuttgart.de/impfberatung.