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Stuttgart ist starker Standort für Unternehmen - Wirtschaft auf Erfolgskurs

24.11.2017 Wirtschaft
Stuttgarts Wirtschaft ist auf Erfolgskurs. So wachsen die Zahlen der Beschäftigten und der Unternehmen in der Landeshauptstadt. Gleiches gilt auch für die Steuereinnahmen. Die wichtigsten Kennzeichen der wirtschaftlichen Lage präsentierte die Leiterin der Wirtschaftsförderung, Ines Aufrecht, am Freitag, 24. November im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen. Sie widersprach damit Aussagen der Industrie- und Handelskammer, die im August die Standortqualität Stuttgarts im Hinblick auf Umzugsbewegungen von Unternehmen ins Umland negativ bewertete. Die Fraktionen von CDU und SPD hatten Analyse und Aussprache zu dieser Studie beantragt.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn kommentierte die Wirtschaftskraft Stuttgart mit den Worten: "Stuttgarts wirtschaftlicher Erfolg baut auf den schwäbischen Erfindergeist. Doch wir wollen uns auf Bestehendem nicht ausruhen. Daher ist es sehr erfreulich, dass es immer mehr Unternehmen nach Stuttgart zieht und bestehende Firmen kräftig expandieren. Die kommende Transformation in der Arbeitswelt wollen wir aktiv unterstützen und den Ausgleich zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Gerechtigkeit schaffen."

Mehr als 400.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - ein Spitzenwert

Stuttgarts Wirtschaftskraft gilt als stärkste deutschlandweit. Aktuell sind in der Stadt 403.464 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt - so viel wie nie zuvor. Diese Beschäftigten erwirtschaften mehr als anderswo. So hat hier das Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigem zwischen 2000 und 2015 mit rund 27.000 Euro den stärksten Zuwachs verzeichnet, sodass Stuttgart deutschlandweit mit einer Wertschöpfung von rund 100.000 Euro pro Erwerbstätigem Spitze ist. Im gleichen Zeitraum wies das verarbeitende Gewerbe einen Zuwachs von 90 Prozent auf, mehr als doppelt so viel wie der bundesdeutsche Durchschnitt. Die Real- und die Gewerbesteuereinnahmen stiegen zwischen 2013 und 2016 um je rund 110 Mio. Euro. Die Arbeitslosenzahl mit 5,4 Prozent gehört deutschlandweit zu den niedrigsten.

In Stuttgart finden sich über 34.000 Unternehmen; zwischen 2006 und 2014 verzeichnete die Stadt einen Anstieg von rund 2.000. Außerdem zieht Stuttgart gerade Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten an, so sind zwischen 2013 und 2016 26 größere Unternehmen nach Stuttgart gezogen, 23 haben ihren Sitz in dieser Zeit nach außerhalb verlegt. Die von der IHK im Sommer referierte Abwanderung ins Umland bezieht sich auf kleinere Unternehmen. "Bei differenzierter Betrachtung der Studie wird klar, dass rund 90 Prozent der Umzüge von Betrieben mit weniger als 10 Beschäftigten vorgenommen wurden. Und über die Hälfte der Kleinbetriebe gibt private Gründe dafür an, und nicht wirtschaftliche. Insbesondere saldiert die IHK-Studie nur Zu- und Wegzüge. Das ist eine schlechte Grundlage für Urteile über Stuttgarts Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist, dass Stuttgart per Saldo nicht Unternehmen verliert, sondern sehr beachtlich wächst!", so Aufrecht.

Schnelle Nachnutzung

Sie verwies darauf, dass leerstehende oder leer werdende Flächen schnell weitere Nutzer fänden und die Flächenausnutzung regelmäßig steigt. So haben sich nach dem Wegzug von Ernst & Young auf der Fläche Porsche, die Techniker Krankenkasse und Bosch angesiedelt. Oder nach Aufgabe einer Fläche von Südwestglas nutzt nun Vector Informatik GmbH das Gebiet. Gleiches gilt für das KNV-Gelände im Synergiepark Vaihingen mit der Großansiedlung von Daimler. Diese Um- oder Neunutzungen sind meist mit einem Zuwachs an Beschäftigten verbunden.

Die Wirtschaftsförderung betreut aktuell zahlreiche Unternehmen: von Globalen Playern über Mittelstand bis Start Ups ist alles vertreten. Ihnen bieten sich Wachstumsmöglichkeiten im Fasanenhof, in Bad Cannstatt im Gebiet zwischen Mahle und Löwentor oder im Synergiepark. Zudem bieten der NeckarPark, der Eiermanncampus oder das Quartier am Wiener Platz weitere Perspektiven für Unternehmen.

Die Mitglieder des Ausschusses begrüßten einhellig die differenzierte und fundierte Darstellung der Stuttgarter Wirtschaft. Der Erste Bürgermeister Michael Föll unterstrich: "Die Stärke und Leistungsfähigkeit unserer hiesigen Wirtschaft sind hervorragend. Wir dürfen uns nicht ausruhen, wenn wir auf diesem Kurs weiter erfolgreich unterwegs sein wollen. Wir sind am Anfang einer Transformation, jetzt gilt es vorhandene Stärken auszubauen und die Vielfalt unserer Unternehmen weiter voranzubringen."

Weiterführende Informationen zu Wirtschaft & Arbeit in Stuttgart: www.stuttgart.de/wirtschaft-arbeit.