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Paketpostamt am Rosensteinpark soll Interimsspielstätte der Stuttgarter Oper werden - OB Kuhn: "Ich bin erleichtert über diese Vorentscheidung"

28.11.2017 Kultur
Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater hat in seiner Sitzung am Montag, 27. November, mit großer Mehrheit empfohlen, das ehemalige Paketpostamt in der Ehmannstraße vertieft als Standort für die Interimsspielstätte der Stuttgarter Oper zu prüfen. Bis zur nächsten Sitzung im Frühjahr 2018 soll ein Bedarfsgutachten samt Kostenschätzung vorliegen.
Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Ich bin erleichtert, dass wir diese Vorentscheidung treffen konnten. Nach Abwägung aller wichtigen Faktoren empfehlen wir die Ehmannstraße als Interimsspielstätte für die Stuttgarter Oper. Wir werden nun eine externe Untersuchung der notwendigen Bedarfe für Oper und Ballett in Auftrag geben und auf dieser Basis eine Kostenschätzung erhalten.

In dem Gutachten sollen innerhalb der nächsten drei Monate der Bedarf (Flächen, Infrastruktur, Sitzplätze, etc.) für die Interimsspielstätte und damit die Gesamtbaukosten abgeschätzt werden. Zudem will die Stadt Stuttgart nach dem Gemeinderatsbeschluss mit der Deutschen Post AG in Gespräche über den Erwerb des ehemaligen Paketpostamts treten. Kuhn erklärte: "Wir haben nun die wunderbare Situation, dass wir endlich über die Gesamtsanierung der Stuttgarter Oper und deren Bedeutung für die Stadt sprechen können und nicht mehr nur über das Interim. Ich würde sagen: Es läuft!".

Stadt und Land haben auf der Suche nach einer Ausweichspielstätte für die Stuttgarter Oper verschiedenste Standorte im Stadtgebiet geprüft. Zur Diskussion stand zuletzt neben dem Paketpostamt noch eine Überbauung des Eckensees im Oberen Schlossgarten und ein Interimsbau neben dem Mercedes-Benz Museum in Bad Cannstatt. Während die Überbauung des Eckensees unter anderem aus Klimagründen nicht weiterverfolgt wurde, fand der Standort beim Mercedes-Benz Museum unter anderem aufgrund der absehbar höheren Kosten keine Mehrheit. Sowohl die Verwaltungsratsvorsitzende, Kunstministerin Theresia Bauer, als auch Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und die Intendanz der Württembergischen Staatstheater zeigten sich zufrieden mit der Entscheidung des Verwaltungsrates.

Das Paketpostamt soll ab 2021 zum Oper-Interim umgebaut werden. Das über 100 Jahre alte Stuttgarter Opernhaus wird dann voraussichtlich ab 2023 generalsaniert. Die Kosten werden auf ca. 400 Millionen Euro geschätzt, die Umbaukosten für die Interimsspielstätte sind darin enthalten. Stadt und Land finanzieren die Gesamtsumme je zur Hälfte.