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Landeshauptstadt erhält 1. Preis für die Kampagne "mEin Stuttgart - mEine Welt"

29.11.2017 Aktuelles
Im Rahmen der landesweiten Initiative "Meine.Deine.Eine Welt" wurde am Mittwoch, 29. November, der Preis in der Kategorie "Große Kommune" im Marmorsaal des Neuen Schlosses an ein breites Bündnis von Stadt und Kooperationspartnern für ihren Einsatz zur Umsetzung der UN Agenda 2030 auf kommunaler Ebene verlieben. Der Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration, Werner Wölfle, hat zusammen mit den Kooperationspartnern den Preis entgegengenommen.

Die Landeshauptstadt hatte sich mit einem breiten Bündnis von Partnern beworben, das im September unter Koordination von Welthaus e.V. die Kampagne "mEin Stuttgart - mEine Welt" mit dem Ziel umgesetzt hat, die Stadtgesellschaft mit verschiedensten Veranstaltungsformaten für die gemeinsamen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Weitere Partner waren die vhs Stuttgart, die Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg, die Stuttgarter Weltläden, der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, das Entwicklungspolitische Informationszentrum Reutlingen und die Universität Stuttgart.

Bürgermeister Werner Wölfle sagte: "Schon seit Jahren übernimmt die Stadt Stuttgart durch vielfältige Maßnahmen globale Verantwortung auf kommunaler Ebene. Sei es mit der Ächtung von ausbeuterischer Kinderarbeit und die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen bei der kommunalen Beschaffung, oder mit der Beteiligung an der Kampagne der Fairtrade-Town, wir setzen uns für eine soziale und ökologisch nachhaltige Entwicklung in Stuttgart und in der Welt ein. Mit der heute ausgezeichneten SDG-Kampagne stärken wir die gemeinsamen Menschheitsziele der UN Agenda 2030. Tragfähige Partnerschaften von Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg."

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat sich zum siebten Mal an der von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden Württemberg (SEZ) in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global ausgerichteten Initiative beteiligt und erhält nach 2015 zum zweiten Mal den ersten Preis. Insgesamt haben 29 baden-württembergische Städte und Gemeinden sowie ein Landkreis an der diesjährigen Initiative teilgenommen.

Nachhaltige Entwicklungsziele

Den Städten kommt bei der Umsetzung der 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 mit 17 weltweiten, bindenden Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) eine zentrale Rolle zu. In den Städten entscheidet sich, ob und wie die weltweit steigenden klimatischen Veränderungen und sozialen Verwerfungen gelöst werden können. Der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit bei Mobilität, Klima, Umwelt, Energie, Wohnen, Bildung, Kultur und Soziales gehört zu den lokal wie international bedeutsamen Politikfeldern der Kommune.

Die Agenda 2030 eröffnet einen neuen Handlungsraum und einen umfassenden strategischen Zugang zu diesen unterschiedlichen Themen. Daher wurde mit Beschluss des Gemeinderats im April 2017 eine Koordinierungsstelle Globale Entwicklungsziele eingerichtet, die von Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) kofinanziert wird. Das Projekt hat drei Ausrichtungen: die Entwicklung eines gemeinsamen strategischen Handlungsrahmens der Verwaltung, Partnerschaften mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene. Ein Schwerpunkt liegt auf der öko-fairen und sozialen öffentlichen Beschaffung als zentraler Bereich, in dem Kommunen ihren Beitrag zur Verbesserung von Standards in der Produktions- und Lieferkette und damit zur Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit leisten können. Die UN Agenda 2030 soll so auf kommunaler Ebene mit einem breiten Bündnis an Partnern umgesetzt werden.
 
Landeshauptstadt erhält 1. Preis für die Kampagne 'mEin Stuttgart - mEine Welt'Von links: Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), Annette Turmann, Leiterin der Abteilung 'Global Nachhaltige Kommune', Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global (SKEW), Peter Selig-Eder, Vorstandsmitglied Welthaus Stuttgart e.V., Werner Wölfle, Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration, Franziska Laue, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Städtebauinstitut Internationaler Städtebau der Universität Stuttgart, Karin Haupt, Leiterin Ökostation, Volkshochschule Stuttgart, Gundula Büker, Bildungsreferentin für Globales Lernen, Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB), Dr. Bettina Bunk, Projektkoordination Globale Entwicklungsziele, Landeshauptstadt Stuttgart, Lena Krumbein, Koordination Jugendbeirat, Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg (JIN), Christian Fulterer, Koordination Globales Klassenzimmer im Welthaus Stuttgart, Entwicklungspolitisches Informationszentrum Reutlingen (EPiZ), Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Staatsministerium Baden-Württemberg. Foto: SEZ BW/Jan Potente