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Vermarktung des "Quartiers am Wiener Platz" für Baugemeinschaften beginnt

14.12.2017 Gemeinderat
Der Gemeinderat hat die Vermarktung der städtischen Bauplätze im neuen Quartier am Wiener Platz in Feuerbach am Donnerstag, 14. Dezember, beschlossen. Eine breite Mehrheit bei neun Gegenstimmen war dafür.

Am Wiener Platz soll ein modernes und vielfältiges urbanes Quartier mit Modellcharakter entstehen. Durch die Einbindung innovativer Mobilitäts-, Energie- und Infrastrukturkonzepte sowie einen hohen Anteil an von der Stadt geförderten Wohnungen und der Vergabe von Grundstücken an Baugemeinschaften wird das Quartier einen zukunftsweisenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Stadtbezirks leisten.

Die Informationsveranstaltung der Stadt Stuttgart zum Vermarktungsauftakt findet am Mittwoch, 10. Januar, um 17 Uhr im Kultur- und Bürgerhaus Feuerbach (Bonatz-Bau), Stuttgarter Straße 15, statt. Es werden der Standort und das Verfahren vorgestellt, städtische Mitarbeiter beantworten Fragen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zwischen (Einzel-) Interessenten und bereits bestehenden Gruppen.

Das Quartier am Wiener Platz liegt auf dem ehemaligen Schoch-Areal in Feuerbach, Baufeld Süd, Lose 1 bis 4. Das Baugebiet ist infrastrukturell hervorragend angeschlossen, in der nahen Umgebung gibt es Schulen, Parks, vielfältige Kultur- und Einkaufsangebote, den Bahnhof sowie Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr.

Die Parzellen für Baugemeinschaften werden von der Stadt in einem Konzeptverfahren vergeben. Es sollen zirka 45 Wohnungen sowie einige gewerbliche Nutzungen und gemeinschaftliche Angebote entstehen. Interessierte Gruppen können sich darauf bewerben und eigene Konzeptideen vorschlagen. Den Zuschlag für die Grundstücke erhalten die Bewerbergruppen mit den besten Konzepten, nicht die mit dem höchsten Preisgebot, denn der Grundstückspreis ist mit dem gutachterlich festgestellten Festpreis für alle gleich hoch angesetzt.

Unter Baugemeinschaften versteht die Stadt Gruppen von vorwiegend privaten Bauwilligen, die gemeinsam Wohnraum zur Selbstnutzung schaffen wollen. Baugemeinschaften entwickeln mit persönlichem Engagement individuelle, bedarfsgerechte, und zugleich innovative und dennoch kostengünstige Wohnkonzepte, die oft auch positiv in die Nachbarschaft ausstrahlen. Daher unterstützt die Stadt diese Form der bürgerschaftlich getragenen und gemeinschaftsorientierten Projektentwicklung durch die Bereitstellung geeigneter Baugrundstücke. Erste solcher Projekte entstanden und entstehen derzeit auf früheren städtischen Flächen in Heumaden, Möhringen oder auf dem Areal des früheren Olga-Klinikums im Stuttgarter Westen.

Das Vergabeverfahren startet am 15. Dezember. In der ersten Verfahrensstufe müssen Gruppen bis Anfang Februar ihr Interesse an einem Bauplatz bekunden. Dies ist die Voraussetzung zur Teilnahme am weiteren Verfahren. Daraufhin muss der jeweilige Konzeptvorschlag erarbeitet und bei der Stadt eingereicht werden.

Wer Interesse an dieser Wohnform hat, aber noch in keiner Gruppe Mitglied ist, kann entweder mit Bekannten, Freunden und weiteren Mitstreitern eine eigene Gruppe gründen oder sich einer bestehenden Initiative anschließen. Dafür kann auch die städtische Online-Kontaktbörse genutzt werden.

Die Kontaktstelle Baugemeinschaften der Landeshauptstadt ist unter der Telefonnummer 216-20007, E-Mail baugemeinschaften@stuttgart.de erreichbar. Weitere Informationen zum Ablauf und zu den Teilnahmebedingungen des Vergabeverfahrens für Baugemeinschaften im Quartier am Wiener Platz finden sich unter www.stuttgart.de/immobilien. Informationen zum Thema Baugemeinschaften gibt es unter www.stuttgart.de/baugemeinschaften.

Ausschreibung an Bündnis für Wohnen

Die Lose 1, 2 und 3 auf dem südlichen Baufeld des städtischen Grundstücks "Quartier am Wiener Platz" werden an die Mitglieder des Bündnisses für Wohnen ausgeschrieben. Die Käufer werden zu einer einfachen Mehrfachbeauftragung von mindestens drei Architekturbüros je Los verpflichtet. Verpflichtend sind die Vorgaben des geförderten Wohnungsbaus mit 60 Prozent Sozialmietwohnungen (SMW), 10 Prozent für Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher (MME) und 10 Prozent Preiswertes Wohneigentum (PWE), insgesamt 100 Wohneinheiten. Unter dem gesamten Baufeld wird eine Tiefgarage gebaut.