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Bürgermeister Schairer übergibt drei neue Großtanklöschfahrzeuge an die Freiwillige Feuerwehr Stuttgart

18.12.2017 Aktuelles
Die Abteilungen Botnang, Plieningen und Stammheim der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart dürfen sich jeweils über ein Großtanklöschfahrzeug (GTLF) freuen und haben auch schon viel Freizeit in die Ausbildung an diesen neuen Fahrzeugen investiert. Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, hat ihnen die Fahrzeuge im Beisein des Amtsleiters der Branddirektion Stuttgart, Dr. Frank Knödler, am Montag, 18. Dezember, übergeben.
Bürgermeister Schairer übergibt drei neue Großtanklöschfahrzeuge an die Freiwillige Feuerwehr StuttgartFreuen sich über drei neue Löschfahrzeuge: die Abteilungs-Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren Stammheim (Christian Frey, li.), Botnang (Frank Epple, 2. v. li.) und Plieningen (Dennis Mayer, 4. v. li.). Die symbolische Schlüsselübergabe übernahm Sicherheitsbürgermeister Dr. Martin Schairer (Mitte) im Beisein von Dr. Frank Knödler, Amtsleiter der Branddirektion Stuttgart (re.). Foto: Thomas Hörner"Die Freiwillige Feuerwehr wird in Stuttgart immer alarmiert, wenn sie schneller ist, spezialisiert ist oder verstärkend benötigt wird. Alle bisherigen Beschaffungen orientierten sich an diesem 'ssv-Prinzip', das für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr steht. Diese drei neuen Großtanklöschfahrzeuge sind ein sehr wesentliches Element für die Verstärkung, nicht nur in Stuttgart, sondern auch weit darüber hinaus, denn diese GTLF sind zumindest in Süddeutschland bei kommunalen Feuerwehren einmalig", betonte Bürgermeister Schairer.

Gleichzeitig dankte er dem Stuttgarter Gemeinderat für die Bereitstellung der erforderlichen Investitionsmittel und dem Land Baden-Württemberg für die Projektzuwendung und machte deutlich, dass dies ein weiterer Schritt bei der notwendigen schrittweisen Modernisierung des Fuhrparks der Feuerwehr Stuttgart ist. Weiterhin dankte Schairer den Stationierungsabteilungen der neuen Fahrzeuge für die Ausbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte an den neuen Fahrzeugen.

Die Beschaffungskosten für die von der Firma Gimaex in Wilnsdorf hergestellten drei neuen Fahrzeuge betragen 1,45 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg hat diese Beschaffung mit einer Projektzuwendung in Höhe von rund 540.000 Euro gefördert, da die Fahrzeuge für ganz Baden-Württemberg besondere einsatztaktische Möglichkeiten bieten.

10.000 Liter Wasser - und jede Menge Schaum

Die neuen Feuerwehrfahrzeuge sind auf einem Fahrgestell der Firma Scania aufgebaut, verfügen über 10.000 Liter Wasser und 500 Liter Schaum in den Fahrzeugtanks sowie einen Dachwerfer, mit dem bis zu 3000 Liter Wasser oder Löschschaum über 50 Meter weit gespritzt werden können. Sie haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 26.000 Kilogramm und 480 PS Motorleistung. Diese 480 PS sind notwendig, um die besonders leistungsfähige Feuerlöschkreiselpumpe anzutreiben, die mit 6000 Liter pro Minute, das sind umgerechnet über 40 Badewannenfüllungen pro Minute, das Dreifache der Pumpen bei den Standardfahrzeugen leistet.

"Die leistungsstarken Pumpen der GTLF werden nicht nur für die Brandbekämpfung wertvolle Dienste leisten, sondern auch bei anderen Einsätzen wie Überschwemmungen. Und die Feuerwehr Stuttgart hat schon mehrfach Gewässer in Stuttgart durch Abpumpen oder Umwälzen vor Schaden bewahrt, daher sind diese Pumpen auch ein sehr wesentliches Element für den abwehrenden Umweltschutz durch die Feuerwehr", sagte Bürgermeister Dr. Schairer.

Diese drei Großtanklöschfahrzeuge sind strategisch über das Stuttgarter Stadtgebiet verteilt stationiert. Sie ersetzen zwei Großtanklöschfahrzeuge, die nur halb so große Löschwassertanks hatten, aus dem Jahr 1989 sowie ein Unimog-Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1982.