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Weihnachtsbaum der Kinderwünsche: OB Kuhn übergibt Geschenk

18.12.2017 Soziales
Dank der Aktion "Weihnachtsbaum der Kinderwünsche" können Bürgerinnen und Bürger Wünsche von finanziell benachteiligten oder schwer kranken Kindern erfüllen. Auch Schirmherr Oberbürgermeister Fritz Kuhn pflückte eine Wunschkarte vom Baum. Sein persönliches Geschenk - eine Spieldecke mit Bogen - übergab er der Mutter der vier Monate alten Amelie am Montag, 18. Dezember, im Weraheim.

Weihnachtsbaum der Kinderwünsche: OB Kuhn übergibt GeschenkOberbürgermeister Fritz Kuhn und Carola Strauß, Leiterin des Weraheims und Sprecherin des Vorstands. Foto: Lichtgut/PiechowskiKuhn sagte: "Die Aktion unterstützt Familien konkret, die sonst die Wünsche der Kinder nicht erfüllen könnten. Häufig wünschen sich Eltern und Kinder auch ganz praktische Dinge wie hier eine Spieldecke oder Winterbekleidung."

Zusammen mit seinem Geschenk übergab OB Kuhn 23 weitere Geschenke für Kleinkinder im Weraheim. Die Leiterin des Weraheims und Sprecherin des Vorstands, Carola Strauß, bedankte sich im Namen aller Frauen und Kinder der Einrichtung. Sie sagte: "Im Weraheim begleiten wir junge Familien von Anfang an auf dem Weg in ein gesundes und zufriedenes Leben. Dabei ist es für uns Mitarbeitende besonders schön, wenn wir den Kindern abseits vom normalen Alltag Freude bereiten können, gerade auch zu Weihnachten. Wir danken allen Spendern herzlich für ihre Gabe."

Rathausaktion feiert ihren 10. Geburtstag

Die Aktion feiert dieses Jahr ihren 10. Geburtstag. Seit 2008 wurden rund 10.000 Kinderwünsche erfüllt. Die Kinderbeauftragte der Stadt, Maria Haller-Kindler, sagte: "Wir machen mit der Aktion darauf aufmerksam, dass soziale und finanzielle Notlagen oder Krankheit auch Kindern und Familien in Stuttgart zu schaffen machen. Gerade die alleinerziehenden Mütter und Väter, für die das Weraheim stellvertretend als Einrichtung steht, sind überdurchschnittlich häufig davon betroffen."

In 34 Einrichtungen wurden dieses Jahr rund 1.500 Weihnachtswünsche gesammelt und an das städtische Kinderbüro weitergeleitet, darunter das Weraheim, das Internationale Beratungszentrum der Evangelischen Gesellschaft, das Hospiz Stuttgart und mehrere Flüchtlingsunterkünfte. Die Wünsche waren bunt gemischt: Neben Spielsachen und Winterkleidung standen auch Gutscheine oder Karten für die Wilhelma oder Schwimmbäder auf den Wunschzetteln.

Hintergrund: Weraheim

Das Weraheim ist eine Einrichtung für Schwangere, Mütter, Väter und ihre Kinder, die aufgrund persönlicher und familiärer Schwierigkeiten eine intensive sozialpädagogische Betreuung benötigen. Im Angebot der Mutter-Kind-Wohngruppe wohnen derzeit 19 Mütter mit ihren Kindern, im Angebot des Betreuten Wohnens leben fünf Mütter und ihre Kinder in Apartments der Einrichtung. Plätze für Stuttgarter Schwangere und Alleinerziehende mit Kind werden durch die Jugendhilfe der Stadt Stuttgart belegt und finanziert. Die Stadt zahlt für Mütter einen Tagessatz von 173,46 Euro und für Kinder von 66,33 Euro.

Durch seine Angebote ermöglicht das Weraheim Familien mit Kindern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und fördert ihre Möglichkeiten, im Erwerbsleben aktiv zu sein. Ziel der Angebote ist es, Mütter und Väter zu einem eigenständigen, selbstverantwortlichen Leben zu befähigen, die Mutter- bzw. Vater-Kind Beziehung zu stärken und die zukünftigen Lebensperspektive mit oder ohne Kind zu klären.