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Casa Verdi und die Flucht nach Hawaii

22.01.2018 Kultur
Unter dem Titel "Casa Verdi und die Flucht nach Hawaii" präsentieren die Stuttgarter Musikschule und das Linden-Museum im Rahmen der Sonderausstellung Hawaii 2018 ein mit hawaiianischen Klängen garniertes Opernpasticcio. Die Aufführungstermine sind am Freitag, 23., und Samstag, 24. Februar, jeweils um 19 Uhr im Robert-Bosch-Saal des Treffpunkts Rotebühlplatz, sowie am Montag, 26. Februar, um 11 und 19 Uhr und am Dienstag, 27. Februar, um 11 Uhr jeweils im Linden-Museum.

Die Mitwirkenden sind Stephan Raab und Andrea Haupt (Musiktheaterklasse Leitung), Oliver Hasenzahl (Ensemble Serenata Leitung), Ingeborg Krebs-Kluge (Fachbereich Gesang Leitung), Felipe Valerio (Fachbereich Klavier Leitung), Simone Riniker Maier (Fachbereich Streicher Leitung), Doris Neumann (Text), Stephan Raab (Inszenierung), Julia Goldstein Manz (Korrepetition) sowie Wolfgang Albrecht (Organisation).

Giuseppe Verdi ließ im Jahr 1899 in Mailand als Stiftung eine Seniorenresidenz für bedürftige Sänger bauen. Von all seinen Arbeiten war ihm diese die liebste. Für die alternden Musiker sichert sein "größtes" Werk heute noch ihre Existenzgrundlage. Hier beginnt die Geschichte von "Casa Verdi und die Flucht nach Hawaii".

Im Jahr 2018 bedroht in der Finanzhauptstadt Italiens die Gier nach persönlichem Reichtum Verdis große gesellschaftliche Errungenschaft. Denn die Hausleiterin Signorina A. und ihr jugendlicher Liebhaber unterschlagen das gesamte Stiftungsvermögen und gefährden damit das finanzielle Überleben des Hauses. Die beiden versuchen die Spuren ihrer Tat zu verwischen und fliehen in die Südsee. Ihre Flucht gelingt, und beide genießen das schöne Leben auf Hawaii.

Währenddessen scheint der "soziale Geist" Verdis die vergessen geglaubten Talente der alternden Gesangskünstler wieder zu erwecken. Eine "Task-Force" von ehemaligen Opernstars ist den beiden Gaunern bereits auf der Spur. Und im Casa Verdi versuchen die pensionierten Sängerstars zu retten, was noch zu retten ist. Ihr Gedanke ist, ihre musikalischen Künste wieder aufleben zu lassen. Aus ihrer künstlerischen Schatzkiste suchen sie die wertvollsten Arien ihrer Karriere, proben diese und garnieren sie mit einer kleinen Prise Lebenserfahrung, um so den gestohlenen Geldbetrag wieder einzuspielen.

Ob die egozentrische Gier nach Reichtum die Oberhand über den gemeinschaftlichen, künstlerischen Gestaltungswillen der Altenheim-Operndiven behalten wird? Ob das Vermächtnis Verdis gerettet werden kann?

Der Eintritt zu den Abendveranstaltungen im Treffpunkt Rotebühlplatz kostet 7,50 Euro für Erwachsene, ermäßigt 3 Euro, sowie 8 Euro für Alleinerziehende mit Kind. Die Familienkarte kostet 16 Euro. Die Veranstaltungen im Linden-Museum sind kostenlos.