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Netzwerk Kulturelle Bildung präsentiert neue Programmformate

28.02.2018 Bildung
Der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, Dr. Fabian Mayer, hat am Mittwoch, 28. Februar, die Neukonzeption des Netzwerks Kulturelle Bildung (kubi-S) vorgestellt und auf die Bedeutung kultureller Bildung für die Stadtgesellschaft verwiesen.

Als Teil der Kulturförderung des Kulturamts unterstützt und vernetzt kubi-S die Akteure der kulturellen Bildung und setzt Impulse für die Zukunft. Im Mai 2017 hatte der Gemeinderat über das neue Konzept des Netzwerks entschieden, dessen Kern vor allem die Entwicklung neuer Programmformate und die Darstellung des neuen Selbstverständnisses ist. Inzwischen sind die Programme und Projekte erfolgreich gestartet.

Netzwerk Kulturelle Bildung präsentiert neue ProgrammformateVergrößernDer Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, Dr. Fabian Mayer, mit Kunstschaffenden des Programms 'kubi in residence' bei der Vorstellung der Neukonzeption des Netzwerks Kulturelle Bildung. Foto: Rainer MöllerDer Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, Dr. Fabian Mayer, mit Kunstschaffenden des Programms 'kubi in residence' bei der Vorstellung der Neukonzeption des Netzwerks Kulturelle Bildung. Foto: Rainer Möller
Bei der Definition neuer Ziele stand ein Thema im Fokus: "Kulturelle Bildung bedeutet vor allem auch kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Wir wollen, dass alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter Zugang zu unserem reichhaltigen kulturellen Leben in der Stadt erhalten. Die Kulturstadt Stuttgart lebt davon, dass viele verschiedene Menschen ihr Verständnis von Kultur miteinander teilen und voneinander lernen", so Kulturbürgermeister Dr. Fabian Mayer.

Neue Programme zur kulturellen Teilhabe

Neu erschienen ist Mitte Februar die kubi-card. In der kubi-card Broschüre werden gebührenfreie, städtische Kulturangebote für Grundschulkinder gebündelt dargestellt. Die Kinder können mit der Karte bei jedem Kulturbesuch Sticker sammeln und mit ausreichend Stickern am Ende des Schuljahres einen Preis gewinnen. Kulturamtsleiterin Dr. Birgit Schneider-Bönninger erläuterte die Intention hinter diesem Projekt: "Mit der kubi-card leistet das Kulturamt einen Beitrag zur Umsetzung der Konzeption 'Kinderfreundliches Stuttgart'. Gebührenfreie Kulturangebote ermöglichen es allen Grundschulkindern die kulturelle Vielfalt der Stadt kennenzulernen. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Chancengerechtigkeit."

Bei der Präsentation des neuen kubi-S Konzepts kamen erstmals auch die geförderten Künstlerinnen und Künstler des Programms "kubi in residence" zusammen. Die Abteilungsleiterin der Kulturförderung, Magdalen Pirzer, erklärte: "Mit dem Programm bietet die Stadt Kulturschaffenden die Möglichkeit, innovative kulturelle Bildungsformate zu erproben, für die anderswo kein Raum oder keine finanziellen Mittel vorhanden sind."

Im Rahmen des Residence-Programms nutzen 2018 unter anderem eine Theaterpädagogin, die mit einer Vorbereitungsklasse ein Stück erprobt, die kubi-S Werkstatt sowie ein Graffitikünstler, der geflüchteten Jugendlichen die Stencil-Technik vermittelt und zwei Tanzpädagoginnen, die Kindern aus einer Stuttgarter Gemeinschaftsunterkunft Tanz und Bewegung näherbringen.

Im Sinne der Teilhabe von Kindern an Entscheidungsprozessen wurde der kubi-S Kinderbeirat eingerichtet. Kinder des Schülerhauses St. Josef der Grund- und Werkrealschule Ostheim (4. Klasse) wurden in mehreren Workshops zu Kulturexperten ausgebildet und haben im Januar zwei kulturelle Bildungsprojekte ausgewählt, die 2018 umgesetzt werden.

Das Portfolio von kubi-S umfasst noch viele weitere Angebote wie die Vermittlung von Kunst- und Kulturvereinen in die Ganztagesgrundschulen, einen Jugendclub oder kunstpädagogische Angebote in der kubi-S Werkstatt. So vielseitig aufgestellt positioniert sich das Netzwerk als zentrale Anlaufstelle der Stadt für Nachfrager und Anbieter kultureller Bildung über die Spartengrenzen hinweg.

Weitere Informationen: www.stuttgart.de/kubis