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Umbenennung Straßburger Platz in Manfred-Rommel-Platz: OB Kuhn zu Besuch in Straßburg -"Ich bin froh, dass wir mit Straßburg so einen guten und engen Partner haben"

09.03.2018 Internationales
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Freitag, 9. März, die Partnerstadt Straßburg besucht. Anlass des Besuchs war ein Gespräch mit dem Straßburger Bürgermeister Roland Ries über die angestrebte Umbenennung des Straßburger Platzes in Manfred-Rommel-Platz. OB Kuhn hatte bereits im Vorfeld des Gesprächs erklärt, dass es ihm ein Anliegen sei, die Beweggründe für die Umbenennung in einem persönlichen Gespräch mit dem Straßburger Bürgermeister zu erklären.

OB Kuhn und OB Ries in Straßburg 2018Oberbürgermeister Fritz Kuhn (links) besuchte seinen Amtskollegen Roland Ries (rechts), Bürgermeister der Stuttgarter Partnerstadt Straßburg, um mit ihm über die angestrebte Umbenennung des Straßburger Platzes in Manfred-Rommel-Platz in Stuttgart zu sprechen. Foto: Jerome Dorkel, Rechte: Stadt Straßburg
Nach dem Treffen mit Ries sagte Kuhn: "Mir sind die Beziehungen zu unserer Partnerstadt sehr wichtig. Deshalb bin ich gerne heute nach Straßburg gekommen. Wir haben händeringend nach einem Platz für Manfred Rommel gesucht." Es habe sich gezeigt, dass der bisherige Straßburger Platz der beste dafür sei. Kuhn weiter: "Dafür brauchen wir natürlich auch die Zustimmung der Witwe von Manfred Rommel und unserer Partner in Straßburg. Frau Rommel sagte bereits, es sei ihre eine große Ehre. Und wir danken den Straßburgerinnen und Straßburgern für ihr großzügiges Verständnis." Kuhn versicherte, man werde einen prominenten Platz auf dem neu entstehenden Gelände hinter dem Bahnhof nach Straßburg benennen.

Bürgermeister Ries erklärte: "Wir haben gegen den Vorschlag nichts einzuwenden. Das Vorgehen ehrt uns. Ich persönlich habe Manfred Rommel gekannt: Er war ein großer Mann in Stuttgart, sehr frankophil und ein Liebhaber unserer Stadt."

Die endgültige Entscheidung über die Umbenennung des Platzes in Manfred-Rommel-Platz werde der Gemeinderat fällen, so OB Kuhn. Dazu werde er eine Vorlage ausarbeiten lassen. Im Ältestenrat hatte es bereits im vorigen Jahr große Unterstützung für den Vorschlag gegeben. Die Bahn als Eigentümerin der Fläche hat ebenfalls ihr Einverständnis gegeben. Auch die Witwe von Manfred Rommel, Liselotte Rommel, hatte im Gespräch mit Kuhn ihre Zustimmung erklärt.

Der geplante Manfred-Rommel-Platz hinter der Haupthalle des Hauptbahnhofs, dem Bonatz-Bau, wird städtebaulich den Übergang zum künftigen Rosenstein-Quartier markieren. Zum Platz gehört das Dach mit den markanten Lichtaugen über dem unterirdischen Durchgangsbahnhof. Der Platz wird erst nach Fertigstellung des neuen Bahnhofs als solcher erkennbar sein. OB Kuhn sagte: "Der Ort könnte nicht passender sein. Manfred Rommel war ein maßgeblicher Fürsprecher des Bahnprojekts Stuttgart 21 und ein großer Verfechter seiner städtebaulichen Chancen."

Zentrale gemeinsame Themen: Stadtplanung, Mobilität und Integration

Im Rahmen seines Straßburg-Besuchs hat OB Kuhn das Verwaltungszentrum der Stadt besucht und sich dort über das größte Stadtplanungsprojekt Straßburgs, das 'Projet Deux Rives', informiert. Zudem stand ein Austausch zum Thema Luftreinhaltung auf dem Programm. Im Anschluss besichtigte Kuhn zusammen mit Straßburger Experten das "Ökoviertel" Danube.

Bei einem abschließenden Mittagessen im Rathaus mit dem Straßburger Bürgermeister Ries versicherten beide, die Städtepartnerschaft weiter intensivieren zu wollen. Ries betonte die vielen Gemeinsamkeiten und erklärte, dass es ihm ein großes Anliegen sei, die Zusammenarbeit in allen Bereichen weiter zu stärken, etwa bei der Integration oder der Mobilität. Er kündigte seinen Besuch beim Mobilitätskongress "Cities for Mobility" an, der vom 17. bis 19. Juni in Stuttgart stattfindet. Straßburg werde sich auch am Partnerstädtetag der Stadt Stuttgart in der VHS am 30. Juni beteiligen. Ries sagte: "Aufgrund der schwierigen politischen Lage ist es sehr wichtig, auf lokaler Ebene enger zusammenzuarbeiten."
Kuhn sagte: "Wir sind uns einig: Die deutsch-französische Freundschaft und ihre Städtepartnerschaften sind ein Zukunftsprojekt. Ich bin froh, dass wir mit Straßburg so einen guten und engen Partner haben."

Hintergrund: Manfred Rommel

Mit dem nach ihm benannten Platz sollen die Verdienste des früheren Oberbürgermeisters Prof. Dr. h.c. Manfred Rommel, der am 7. November 2013 gestorben war, auch an einer prominenten Stelle im städtischen öffentlichen Raum gewürdigt werden. In Anerkennung für Manfred Rommel und seine herausragenden Verdienste um die Landeshauptstadt Stuttgart, die Kommunalpolitik im Allgemeinen, die Stadtgesellschaft und die Völkerverständigung hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Mai 2017 bereits einstimmig beschlossen, ein "Manfred-Rommel-Stipendium der Landeshauptstadt Stuttgart" zu vergeben. Außerdem hatte im Juli 2014 der Aufsichtsrat der Flughafen Stuttgart GmbH auf Vorschlag des Stuttgarter Gemeinderats entschieden, den Landesflughafen nach Manfred Rommel zu benennen.