Presse
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MeinPlan Stuttgart - Ein Medikationsplan sorgt für den nötigen Überblick im Medikamenten-Dschungel

27.04.2018 Gesundheit
MeinPlan Stuttgart, unter der Schirmherrschaft von Herrn Dr. Eckart von Hirschhausen, das im Januar gestartet ist, will die Verbreitung eines Medikationsplans deutlich erhöhen.

"Ziel von MeinPlan Stuttgart ist es, Ärzte, Apotheker und Patienten zu sensibilisieren. Gerade ältere Einwohnerinnen und Einwohner brauchen solche Pläne um sich einen Überblick über die einzunehmenden Medikamente zu verschaffen", sagt Werner Wölfle, Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration. "Ich freue mich, dass wir neben der Kooperation mit dem 'Aktionsbündnis Sichere Arzneimittelanwendung Heidelberg' mit der Ärzteschaft Stuttgart, der Landesapothekerkammer, dem Verband der Krankenhäuser e.V., der AOK sowie dem Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie wichtige Partner an unserer Seite haben."

Für viele Menschen gehört die Einnahme von Arzneimitteln zum alltäglichen Leben. Dennoch stellt die bestimmungsgemäße, regelmäßige und richtige Einnahme der Medikamente für Patientinnen und Patienten oft eine erhebliche Anforderung dar. Hier kann ein Medikationsplan unterstützen, den Überblick über die aktuelle Medikation zu bewahren und so die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen. "Bei sinnvoll verordneten Medikamenten überwiegt der Nutzen den Schaden", sagt Dr. Eckart von Hirschhausen auf seine humorvolle Art. "Auf gut deutsch: Sie schaden sich, wenn Sie die Medikamente nicht oder anders nehmen. Der Medikationsplan ist eine längst überfällige Idee, Ihnen und allen behandelnden Ärzten einen Überblick zu verschaffen. Deshalb habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für dieses Stuttgarter Projekt übernommen".

Die Landeshauptstadt Stuttgart bringt das Thema "Sichere Arzneimittelanwendung" aktiv voran. MeinPlan Stuttgart wird von Patientinnen und Patienten selbst angelegt, geführt und ständig, auch mit Unterstützung des Arztes oder der Apotheke, aktualisiert. So haben alle Patientinnen und Patienten und alle an der Versorgung Beteiligten den besten Überblick darüber, welche Medikamente tatsächlich eingenommen werden. "Es ist wichtiger denn je, dass alle Arzneimittel einschließlich ihres Anwendungsgrundes, der Dosierung und relevanten Anwendungshinweisen in einem aktuellen, jederzeit verfügbaren Medikamentenplan dokumentiert werden", so Prof. Dr. Stefan Ehehalt, kommissarischer Stellvertreter der Amtsleitung des Gesundheitsamtes. "Dieser Plan kann dann im Notfall oder bei Krankenhausaufenthalten vorgelegt werden, um die Medikation transparent zu machen und Fehler durch Wechselwirkungen mit neu verordneten Arzneien zu vermeiden".

Wenn die Stuttgarterinnen und Stuttgarter den Medikationsplan konsequent nutzen, werden sie nicht nur für die Risiken bei der Arzneimittelanwendung sensibilisiert, sondern auch in ihrer Kompetenz als mündige Patienten gestärkt.

Hintergrund

  • Sensibilisierung der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger für Risiken in der Arzneimittelanwendung: Nur ein aufgeklärter Patient kann die Mitverantwortung, die er für seine Arzneimitteltherapie trägt, erfüllen.
  • Nachhaltige Verbesserung der Arzneimittelsicherheit: Erst als kompetenter und aufmerksamer Partner im Medikationsprozess kann der Patient die Arzneimittelhandhabung und -anwendung sicher durchführen und so langfristig die Arzneimitteltherapiesicherheit verbessern.
  • Kooperation mit allen beteiligten professionellen Akteuren: Arzneimitteltherapiesicherheit kann nur im Verbund mit Ärzten, Apotheken, Krankenhäusern und dem Pflegebereich erreicht werden. Deshalb sind MeinPlan Stuttgart enge Partnerschaften mit allen Beteiligten ein großes Anliegen.
    Eine gute Informationsquelle für das Projekt ist die Homepage www.stuttgart.de/meinplan. Hier sind unter anderem auch Medikationspläne in verschiedenen Sprachen und aktuelle Termine für Informationsveranstaltungen in den Stadtbezirken abrufbar.

Informationsveranstaltungen zu MeinPlan Stuttgart

23. Mai, 14 Uhr, Begegnungsstätte eva Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.
29. Mai, 14.30 Uhr, Begegnungs- und Servicezentrum im Bürgerhaus Hedelfingen
6. Juni, 18 Uhr, Bürgersaal des Kultur- und Sportzentrums Münster
27. September, 14.30 Uhr, Begegnungsstätte St. Barbara Hofen
11. Oktober, 14.30 Uhr Begegnungs- und Servicezentrum Seelbergtreff
16. Oktober, 18 Uhr, KISS, Begegnungsstätte AWO Ostend
8. November, 15 Uhr, AWO Stuttgart BGS Untertürkheim Widderstein