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Stadt Stuttgart übernimmt Ziele der Vereinten Nationen

03.05.2018 Aktuelles
Die Landeshauptstadt Stuttgart will mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung die weltweiten Ziele der "Agenda 2030" der Vereinten Nationen (VN) stärken. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 3. Mai zur Kenntnis genommen und gleichzeitig beschlossen, sich der diesbezüglichen Mustererklärung des Deutschen Städtetags anzuschließen.

Featurebild: Agenda 2030Über 60 Städte, Gemeinden und Kreise haben die VN-Resolution bereits unterschrieben. Foto: fotolia.com/kateMit der Unterzeichnung erklärt sich Stuttgart bereit, die Vereinbarungen der Agenda 2030 zu sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklungszielen weltweit auf lokaler Ebene mit konkreten Maßnahmen umzusetzen. Über 60 Städte, Gemeinden und Kreise haben die Resolution bereits unterschrieben.

In der Landeshauptstadt wurde bereits 2017 ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt "Koordination kommunaler Entwicklungspolitik" mit einer Vollzeitstelle eingerichtet sowie eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese sollen noch bis 2019 Voraussetzungen schaffen, die globalen Ziele der Agenda lokal in der Stadtverwaltung zu verankern. Dazu sollen auch Partnerschaften mit Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie nationale und internationale Kooperationen geschlossen werden.

17 Ziele für eine weltweit nachhaltige Entwicklung

Eine Umsetzung von Zielen der Agenda kann beispielsweise durch eine öko-faire und soziale Beschaffung zahlreicher Produkte stattfinden, die die Stadtverwaltung Stuttgart regelmäßig einkauft. Kommunen sind so in der Lage, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen weltweit zu verbessern. Auch in der Information und Bewusstseinsbildung, bei der Vernetzung mit Institutionen außerhalb der Stadtverwaltung, sowie bei der Übertragung weltweiter Ziele auf die lokale Ebene hat Stuttgart bereits vielfältige Projekte und Aktionen durchgeführt und wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Hintergrund ist die Verabschiedung von 17 weltweit bindenden und nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklungszielen im Jahr 2015 durch die Vereinten Nationen, die damit eine Antwort auf strukturelle Herausforderungen der Weltgemeinschaft gaben. Kurzgefasst beinhalten diese Entwicklungsziele die folgenden Themen: Keine Armut; Kein Hunger; Gesundheit und Wohlergehen; Hochwertige Bildung; Geschlechtergleichheit; Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen; Bezahlbare und saubere Energie; Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum; Industrie, Innovation und Infrastruktur; Weniger Ungleichheiten; Nachhaltige Städte und Gemeinden; Nachhaltiger Konsum und Produktion; Maßnahmen zum Klimaschutz; Leben unter Wasser; Leben an Land; Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen sowie Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.