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Stadtoberbaudirektor a.D. Hansgeorg Willwersch gestorben

24.05.2018 Aktuelles
Der ehemalige Leiter des Hochbauamts der Landeshauptstadt Stuttgart, Stadtoberbaudirektor a.D. Hansgeorg Willwersch, ist am 22. Mai im Alter von 95 Jahren gestorben.
Hansgeorg Willwersch wurde 1922 in Bad Neuenahr geboren. Nach Kriegsdienst und mehrjähriger Kriegsgefangenschaft schloss er 1953 das Architekturstudium an der Technischen Hochschule Karlsruhe ab und machte anschließend die Regierungsbaumeisterprüfung. 1954 kam er zum Hochbauamt der Stadt Stuttgart. Zunächst betraut mit Entwurf und Bau von Schulen, Wohnheimen und Betriebsgebäuden, die ihn alle als fähigen Architekten mit besonderem Gefühl für Form und Gestaltung auswiesen, übernahm er 1971 die Leitung der Abteilung Sport- und Bäderbauten und konnte in dieser Zeit eine Reihe von neuen Hallenbädern und den Ausbau des Neckarstadions wesentlich mitgestalten.

1975 wurde Hansgeorg Willwersch zum Leiter des Hochbauamtes bestellt. Er hat eine Vielzahl von Bauwerken, häufig im Zusammenwirken mit Freien Architekten, gestalterisch und steuernd betreut. Seine Schwerpunkte lagen dabei auf Verwaltungs- und Betriebsgebäuden, Sport-, Bäder- und Sozialbauten sowie Berufsschulen, aber auch der Modernisierung von Wohnungen. So entstanden die Hanns-Martin-Schleyer-Halle, die Warmbadehalle des Mineralbads Leuze, das Berufliche Schulzentrum Heilbronner Straße, das Altenheim Weilimdorf und das Altenzentrum Zuffenhausen Mönchberg.

Hansgeorg Willwersch blickte zu Beginn seines Ruhestandes zufrieden auf "ein schönes Amt" zurück, das ihm immer Freude gemacht habe, auch wenn es wegen der starken konjunkturellen Schwankungen immer wieder Schwierigkeiten gegeben habe, die die Hochbauverwaltung habe auffangen müssen. An ihn erinnern gut gestaltete Bauwerke aus der Hand eines ausgewiesenen Fachmanns und geschätzten Amtsleiters. Die Landeshauptstadt Stuttgart wird dem Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren.

Sein verdienstvolles Wirken, auch über Stuttgart hinaus, als bekannter und geschätzter Architekt bleibt ebenso unvergessen wie seine vorbildliche Art, durch die er sich als Amtsleiter Achtung und Wertschätzung erwarb.