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Mauersegler und Schwalben auf dem Rückzug - Nistplätze melden

05.06.2018 Umwelt
In Folge der Modernisierung von Gebäuden etwa bei Fassaden- und Dacherneuerungen und dem Strukturwandel in der Landwirtschaft ändern sich die Lebensbedingungen für viele Tiere in den besiedelten Gegenden. Einige Arten, wie beispielsweise Schwalben und Mauersegler, verlieren dadurch ihre Niststätten an den Gebäuden und in den Ställen. Der Bestand des Mauerseglers nimmt seit Jahren stark ab.
Ebenso ist ein Rückgang der Mehl- und Rauchschwalben vielerorts zu beobachten und in Stuttgart durch die seit 1973 durchgeführte jährliche Schwalbenzählung des Naturschutzbundes (NABU) Stuttgart belegt. 2017 wurden bereits Vorkommen der Rauchschwalbe in Schwerpunktbereichen untersucht. In diesem Jahr werden im Auftrag des Amts für Umweltschutz zudem die Stadtteile Birkach, Botnang, Mühlhausen, Münster und Stammheim von Vogelexperten auf Mehlschwalben-Vorkommen untersucht, um neue Erkenntnisse zu ihrer Verbreitung zu gewinnen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Zusätzlich werden im Auftrag des Amts für Umweltschutz die Stadtbezirke Bad Cannstatt, Botnang, Mitte, Mühlhausen und Zuffenhausen von Vogelexperten auf brütende Mauersegler untersucht. Um die Nester besser sehen und die Vögel beobachten zu können, gehen die Fachleute mit Ferngläsern ausgestattet im Juni und Juli in diesen Stadteilen durch die Straßen.

Der Mauersegler kommt als Nachzügler Anfang Mai in Stuttgart an und fliegt als einer der ersten Anfang August wieder in sein Winterquartier in Südafrika. Zu erkennen ist er an seinen schrillen Rufen und seinen akrobatischen Flügen in den Straßenschluchten. Die meiste Zeit ist er fliegend in einem großen Umkreis unterwegs, und die Niststätten werden meist nur morgens, abends und in der kurzen Nestlingszeit zum Füttern angeflogen. Das macht eine Erfassung sehr schwierig.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihnen bekannte Nistplätze der Mauersegler unter E-Mail mauersegler-stuttgart2017@geschuetzte-arten.de zu melden.