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Digitale Stadtverwaltung: Maßnahmenpaket und zusätzliche Stellen beschlossen

28.06.2018 Aktuelles
Die Stuttgarter Verwaltung wird noch digitaler: Der Stuttgarter Gemeinderat hat dazu ein umfangreiches Maßnahmenpaket einstimmig beschlossen. Die Verwaltung kann jetzt 4 Millionen Euro investieren. Für die Umsetzung der Maßnahmen werden außerdem vier Stellen geschaffen. Die Stadt will innovative Maßnahmen einsetzen, die Daten sicherer machen und effizienter managen.

Verwaltungsbürgermeister Fabian Mayer sagte am Donnerstag, 28. Juni: "Den Nutzen werden alle Mitarbeiter und Bürger spüren. Bürger und Vereine sollen entlastet werden, indem Antragsverfahren digitalisiert und Belege online eingereicht werden können. Gleichzeitig kann die Verwaltung digitale Anträge effizienter bearbeiten."

Digitale Bürgerservices

Mit den Maßnahmen sollen Verwaltungsleistungen, die bisher nur persönlich oder in Papierform erledigt werden konnten, digitalisiert werden. Dazu zählt die Bonuscard, für die das Antragsverfahren erheblich vereinfacht werden soll. Zukünftig sollen Anträge online, per App oder Website, eingereicht werden können. Antragssteller werden durch eine Ausfüllhilfe unterstützt und können Nachweise per Foto digital einreichen. Damit entfallen Wege- und Wartezeiten für den Antragssteller und die Verwaltung kann Nachweise direkt digital bearbeiten. Auch Fördermittel sollen zukünftig digital beantragt werden können. Ziel ist es, dass Träger und Vereine Förderanträge, Nachweise und Bescheide online einreichen können, die Verwaltung sie dann digital prüfen und bescheiden kann.

Die Ratsdokumente und der Sitzungskalender der Ausschüsse und des Gemeinderats sollen leichter auffindbar sein. Dafür wird das bereits bestehende Ratsinformationssystem modernisiert.

Datenschutz und Recht

Rund 1,5 Millionen Euro werden in den Um- und Ausbau der Infrastruktur fließen. Ziel ist es, die Sicherheit und Rechtskonformität weiter zu erhöhen. Hintergründe sind die zunehmende Digitalisierung der Verwaltung sowie die gestiegen gesetzlichen Anforderungen (z.B. EU-DSGVO). Dazu kommen Maßnahmen zur Informationssicherung, deren Umsetzung bereits begonnen hat. Hierbei geht es um automatisierte Schutzmechanismen für die Rechenzentren der Stadt, ihre Telekommunikations- und Datennetzinfrastruktur sowie die ausgedehnte digitale Arbeitsplatzinfrastruktur.