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Bürgermeister Mayer hat Emilie-Zumsteeg-Brücke eingeweiht

03.07.2018 Aktuelles
Der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, Dr. Fabian Mayer, hat am Dienstag, 3. Juli, um 17 Uhr die Emilie-Zumsteeg-Brücke über die Regerstraße zwischen Laihleweg und Zumsteegstraße in Botnang eingeweiht.

Dr. Fabian Mayer bei der Einweihung der Emilie-Zumsteeg-Brücke. Foto: Franziska KraufmannVergrößernBürgermeister Dr. Fabian Mayer bei der Einweihung der Emilie-Zumsteeg-Brücke. Foto: Franziska KraufmannBürgermeister Dr. Fabian Mayer bei der Einweihung der Emilie-Zumsteeg-Brücke. Foto: Franziska KraufmannDie Frauenforscherin Dr. Mascha Riepl-Schmidt würdigte die Namensgeberin Emilie Zumsteeg.

Eine Bürgerin hatte der Landeshauptstadt Stuttgart vorgeschlagen, eine Brücke nach Emilie Zumsteeg zu benennen. Die bereits bestehende Zumsteegstraße in unmittelbarer Nähe des Stegs ist nach dem Vater der Namensgeberin benannt.

Emilie Zumsteeg wurde am 9. Dezember 1796 als Tochter des herzoglich-württembergischen Hofkapellmeisters Johann Rudolf Zumsteeg geboren. Als Kind bekam sie bereits früh Unterricht in Klavier, Gesang, Generalbass und Partiturspiel. Zunächst trat sie bei Konzerten auf, entschied jedoch, künftig als Musiklehrerin zu arbeiten.

Emilie Zumsteeg gründete den ersten Frauenliederkreis in Württemberg, dem überwiegend ihre Schülerinnen angehörten. Daneben arbeitete sie für das Musikalische Volksblatt, eine in Stuttgart erscheinende Musikzeitschrift. Außerdem komponierte sie zahlreiche Werke für Klavier und Chor. König Wilhelm I von Württemberg war begeistert von ihrer musikalischen Arbeit und bewilligte ihr deshalb ein jährliches Gehalt. Emilie Zumsteeg beeinflusste das Stuttgarter Musikleben und stand in regelmäßigem Kontakt mit anderen Künstlern wie Franz Liszt, Carl Maria von Weber, Eduard Mörike, Gustav Schwab und Justinus Kerner.

Am 1. August 1857 starb Emilie Zumsteeg in ihrer Heimatstadt Stuttgart. Auf dem Hoppenlaufriedhof wurde sie beerdigt. Ihr Nachlass, der überwiegend aus Manuskripten besteht, wird in der Württembergischen Landesbibliothek aufbewahrt. Im Treffpunkt Rotebühlplatz trägt ein Veranstaltungssaal ihren Namen.