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Verkehr und Mobilität in Stuttgart

11.07.2018 Verkehr/Mobilität
Ein Hauptbeitrag des neuen statistischen Monatshefts Nummer 7/2018, herausgegeben von der Landeshauptstadt Stuttgart, beschäftigt sich mit "Verkehr und Mobilität in Stuttgart" und greift damit das Schwerpunktthema der letzten Bürgerumfrage 2017 auf.
Immer wieder haben bei Bürgerumfragen in der Vergangenheit die Stuttgarterinnen und Stuttgarter "zu viel Straßenverkehr" als eines der größten kommunalpolitischen Probleme angesehen, 2017 war es das größte aus Bürgersicht.

Bei der Bewertung von möglichen verkehrspolitischen Maßnahmen befürwortet die Bürgerschaft mit hoher Zustimmung den Ausbau und Verbesserungen beim ÖPNV. Besonders wichtig ist den Befragten die Neugestaltung der Fahrpreise. Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur wird hingegen uneinheitlich bewertet. Die meiste Zustimmung erfährt bei rund der Hälfte der Ausbau des Radwegenetzes.

Eine City-Maut wird von den Befragten mehrheitlich abgelehnt. Beschränkungen der Zufahrt ins Stadtzentrum oder die Einführung einer Nahverkehrsabgabe werden zu gleichen Anteilen befürwortet oder abgelehnt.

Eine Frage war, ob die Befragten an Tagen mit Feinstaubalarm ihr Verhalten angepasst haben. Obwohl 99 Prozent angaben, Feinstaubalarm zu kennen, haben nur etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) der repräsentativ ausgewählten Bürger ihr Verhalten geändert. Die meisten erklärten, dass sie häufiger mit Bus und Bahn gefahren sind und weniger mit dem Auto unternommen haben.

Beim Thema Elektromobilität zeigt sich zwar die Tendenz zu einer steigenden Bereitschaft, Elektrofahrzeuge zu nutzen, allerdings auf sehr niedrigem Level, geben doch nur zehn Prozent der Stuttgarter Bevölkerung an, dass sie "auf jeden Fall" planen, zukünftig ein Elektroauto zu nutzen oder weiter zu nutzen.

Der zweite Hauptbeitrag des Monatshefts beschreibt die Einwohnerentwicklung Stuttgarts im Jahr 2017. Verglichen mit den Vorjahren, hat sich das Wachstum in Stuttgart (2017: plus 2446 Einwohner) stark abgeschwächt. Weiterhin auf hohem Stand blieben im letzten Jahr die Geburtenzahlen (6725 Geburten); dem standen 5507 Sterbefälle gegenüber.

Insgesamt war die Wanderungsbilanz Stuttgarts positiv, 51.546 Personen zogen zu und 50.318 Personen verließen die Stadt. Entscheidend war dabei die Zuwanderung aus dem Ausland, vor allem aus Rumänien, Indien und Kroatien. Gleichzeitig gingen die Flüchtlingszahlen stark zurück.

Das Monatsheft Nr. 7/2018 ist beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 39, Telefon 216-98587, E-Mail komunis@stuttgart.de, Fax 216-98570 sowie unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem zum Preis von vier Euro erhältlich.