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Bäche bei anhaltender Trockenheit gestresst

31.07.2018 Umwelt
An Stuttgarter Bächen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Niedrigwasserstände festgestellt. Sobald das Amt für Umweltschutz kritische Pegelstände für Tiere und Pflanzen als erreicht ansieht, werden verstärkte Kontrollen gegen unerlaubte Wasserentnahmen durchgeführt. Die Wasserbehörde des Amts für Umweltschutz weist darauf hin, dass Wasserentnahmen, die über das Schöpfen mit Gefäßen in geringen Mengen, den sogenannten Gemeingebrauch hinausgehen, einer wasserrechtlichen Erlaubnis bedürfen. Der Einsatz mobiler Pumpen aber auch das Aufstauen oder Absenken der Gewässer zur Wasserentnahme ist nicht zulässig.
Die Wasserbehörde appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen, Wasserentnahmen an den Bächen mit Niedrigwasserständen zu unterlassen. Unerlaubte Wasserentnahmen können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden.

Bei anhaltender trockener Witterung sinken die Pegelstände der Bäche erheblich. Der Wassermangel bedroht seltene Tier- und Pflanzenarten wie den bundesweit stark gefährdeten Steinkrebs, der in einigen Stuttgarter Bächen immer noch in stabilen Populationen zu finden ist. Nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ist seine Art europaweit geschützt.

Unter dem Wassermangel leidet zudem die Selbstreinigungskraft der Bäche. Wasserentnahmen verschärfen die Situation und können dazu führen, dass Pegelstände streckenweise stark fallen oder Gewässer ganz trocken werden. Die auf den Lebensraum angewiesene sogenannte Biozönose mit Fischen, Krebsen und anderen Kleinlebewesen stirbt unweigerlich ab.