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Stadt übergibt die ersten zehn Carsharing-Stellplätze im öffentlichen Raum an Stadtmobil - Bürgermeister Pätzold: "Wichtiger Baustein für die Luftreinhaltung und die nachhaltige Mobilität in unserer Stadt"

01.08.2018 Verkehr/Mobilität
Als eine der ersten Städte bundesweit hat die Stadt Stuttgart im Rahmen eines Pilotprojekts zehn öffentliche Pkw-Stellplätze als Carsharing-Stellplätze ausgewiesen. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, sowie der Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität, Michael Münter, haben am Mittwoch, 1. August, die beiden Carsharing-Stellplätze in der Paulinenstraße 47 an Stadtmobil übergeben. Weitere Stellplätze gibt es in der Dorotheenstraße (2 Stellplätze), Gymnasiumstraße (1 Stellplatz), Kronenstraße (3 Stellplätze) und auf dem Wilhelmsplatz (2 Stellplätze).
Stadt übergibt die ersten zehn Carsharing-StellplätzeVergrößernDer Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold (li.), sowie der Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität, Michael Münter (re.), haben am Mittwoch, 1. August, die beiden Carsharing-Stellplätze in der Paulinenstraße 47 an Stadtmobil-Vorstand Ulrich Stähle (Mitte) übergeben. Foto: Susanne SchneiderDer Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold (li.), sowie der Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität, Michael Münter (re.), haben am Mittwoch, 1. August, die beiden Carsharing-Stellplätze in der Paulinenstraße 47 an Stadtmobil-Vorstand Ulrich Stähle (Mitte) übergeben. Foto: Susanne Schneider
Umweltbürgermeister Pätzold sagte: "Sharing-Angebote sind flexibel, praktisch und umweltfreundlich. Sie sind somit ein wichtiger Baustein für die Luftreinhaltung und die nachhaltige Mobilität in unserer Stadt. Bisher waren stationäre Carsharing-Angebote auf private Stellplätze außerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen angewiesen. Mit dem neuen Carsharing-Gesetz können wir nun besser zugängliche Stellplätze im öffentlichen Straßenraum anbieten."

Das "Gesetz zur Bevorrechtigung des Carsharing (Carsharing-Gesetz - CsgG)" ist am 1. September 2017 in Kraft getreten. Es eröffnet den Städten konkrete Möglichkeiten für eine verbesserte und vereinfachte Carsharing-Förderung. So ermöglicht das Carsharing-Gesetz erstmals die Bevorrechtigung dieser Mobilitätsform im öffentlichen Raum. Für Carsharing-Anbieter, die ihre Fahrzeuge an festen Stationen zur Verfügung stellen (stationsbasiertes Carsharing), können Städte jetzt reservierte, den Unternehmen zugeordnete Stellplätze im öffentlichen Straßenraum einrichten.
 
Michael Münter, Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität, erklärte: "Die Förderung von Carsharing ist ein wichtiges verkehrspolitisches Ziel der Stadt Stuttgart und Teil unseres Aktionsplans 'Nachhaltig mobil in Stuttgart'. Wir sind nun eine der ersten Städte bundesweit, die öffentliche Flächen Carsharing-Anbietern zur Verfügung stellt."

Die erste Phase des Pilotprojekts soll Ende 2018 ausgewertet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen dann in eine Gesamtkonzeption zur Förderung des stationären Carsharing im öffentlichen Straßenraum. Sobald das Konzept vom Gemeinderat beschlossen und in Kraft getreten ist, wird ein Interessensbekundungsverfahren für Carsharing-Stellplätze in weiteren (Außen-) Bezirken eingeleitet. In einem zweiten Schritt sollen bei entsprechendem Bedarf weitere öffentliche Carsharing-Stellplätze zur Verfügung gestellt werden. Ziel der Stadtverwaltung ist es, künftig in allen Stadtbezirken in der Nähe von ÖPNV-Knotenpunkten sowohl RegioRadStuttgart- als auch Carsharing-Stationen einzurichten.

Dass Stuttgart ein großes Potential für den weiteren Ausbau des Carsharing hat, zeigt die Studie "Carsharing-Potential in Stuttgart", die vom Öko-Institut im Auftrag der Landeshauptstadt erstellt wurde. Die Ergebnisse der Studie liegen der Stadtverwaltung vor.