Presse
  •  

Energiekonzept Stuttgart: Amt für Umweltschutz treibt Ziel "Klimaneutrale Landeshauptstadt" voran

07.08.2018 Umwelt
Bis 2050 soll Stuttgart weitestgehend ohne klimaschädliche fossile Energieträger auskommen. Gemeinsam mit 100 Stuttgarter Expertinnen und Experten hat das Amt für Umweltschutz das Energiekonzept "Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart" entwickelt und für alle Handlungsfelder Maßnahmen priorisiert. Sie reichen von Sanierungskonzepten für die eigenen Liegenschaften bis zur Förderung einer klimaneutralen Produktion in der Wirtschaft.
Der Klimawandel rückt in diesen heißen Sommertagen wieder verstärkt in das Bewusstsein der Bevölkerung. Um das Klima zu schützen, formuliert das Energiekonzept die Vision einer klimaneutralen Landeshauptstadt. Das Ziel "Klimaneutralität" wurde bereits mit Zahlen und Berechnungen hinterlegt und vom Stuttgarter Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen: Stuttgart will konkret bis 2050 im Vergleich zu 1990 die Treibhausgas-Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Endenergieverbrauch halbieren. Dazu hat das Amt für Umweltschutz Strategien und Maßnahmen entwickelt, die gemeinsam mit dem Netzwerk der Akteure konkretisiert wurden. Im Fachbeirat und in den Arbeitsgruppen "Städtische Ämter und Eigenbetriebe", "Energieversorgung", "Gebäude und Wohnen", "Stuttgarter Unternehmen" sowie "Mobilität" haben sich Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Verbänden, Bürgergruppierungen, Behörden und weiteren Organisationen im vergangenen Halbjahr eingebracht. Sie orientieren sich an den Handlungsfeldern des Energiekonzepts für die urbane Energiewende, damit diese in Stuttgart gelingen kann.

In den Arbeitsgruppen wurden die Ideen diskutiert und die jeweiligen Ansprechpartner ermittelt. Zudem wurde eine zeitliche Priorisierung vorgenommen. Nun gilt es, aus den Maßnahmen mit der höchsten Priorisierung ein Arbeitsprogramm zu erstellen. Bei der Thematik "Städtische Liegenschaften" sollen Sanierungskonzepte für Gebäude mit hohem Energieverbrauch erstellt, bei politischen Entscheidungsprozessen wie Gemeinderatsvorlagen obligatorisch die Klimaschutzrelevanz berücksichtigt werden. Im Bereich "Gebäude und Wohnen" sollen die bestehenden städtischen Förderprogramme weiterentwickelt und mit der Wirtschaft die Förderung einer klimaneutralen Produktion und gemeinsames Networking noch stärker vorangetrieben werden. Viele Akteure machen sich hierbei ebenfalls auf den Weg Richtung Klimaneutralität: Während des letzten Sitzungstermins der Arbeitsgemeinschaft Stuttgarter Unternehmen hat die Daimler AG ihre Planungen zum Klimaschutz vorgestellt. Ab 2022 werden, so das Unternehmen, die Mercedes-Benz Werke in Deutschland CO2-neutral produzieren. Neue Fabriken in Europa werden schon heute mit einer CO2-neutralen Energieversorgung geplant.

Bereits im Februar tagte unter der Leitung des Bürgermeisters für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, der Fachbeirat zum Energiekonzept. Dieses Gremium berät das Amt für Umweltschutz in den strategischen Fragen der Energiewende. Hier wurde eine Vorgehensstrategie zur Wärmewende in Stuttgart abgestimmt. Seit 2015 beteiligt die Stadt die Bürgerschaft und organisierte Teilnehmer intensiv an der urbanen Energiewende.

Für Fragen steht Dr. Jürgen Görres unter der Telefonnummer 216-88668, E-Mail juergen.goerres@stuttgart.de, zur Verfügung.