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"MeinPlan Stuttgart" auch in "Einfacher Sprache"

08.08.2018 Gesundheit
"MeinPlan Stuttgart" hilft Patientinnen und Patienten, alle verschreibungspflichtigen und freiverkäuflichen Medikamente, die sie einnehmen, in einem Plan aufzulisten. Damit Menschen mit Lern- oder Lese-Schwierigkeiten und solche, die die deutsche Sprache nicht gut beherrschen, "MeinPlan" verstehen können, bietet das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart unter www.stuttgart.de/meinplan sowie www.nimmsrichtig.de auch Informationen in "Einfacher Sprache" mit vereinfachten Formulierungen und besonderem Layout an.
Für die Mehrheit der älteren Bevölkerung ist die Anwendung von Arzneimitteln eine tägliche Aufgabe. So werden jedem vierten Bundesbürger über 65 Jahre vier oder mehr Arzneimittel verordnet. Etwas gegen Herzbeschwerden und hohen Blutdruck, oder auch ein Mittel, das der Nachbarin geholfen hat. Die Einnahme von Medikamenten ist in vielen Fällen begründet. Doch manche Patientinnen und Patienten verwenden weitere, nicht verschreibungspflichtige Präparate aus der Apotheke oder dem Einzelhandel. Dies erschwert es behandelnden Ärzten, die aktuelle Gesamtmedikation der Patienten zu überschauen und erhöht das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist auch die Mitarbeit von Patientinnen und Patienten. Denn selbst eine gut eingestellte Arzneimitteltherapie hilft nicht, wenn die Medikamente unregelmäßig oder gar nicht eingenommen werden. Manche Medikamente, auch pflanzliche, können die Wirkung anderer Arzneien beeinflussen und eventuell sogar schaden.

Viele Patienten haben keine ausreichenden Kenntnisse ihrer Arzneimitteltherapie und wünschen sich weiterführende Informationen. Herkömmliche Texte und Informationsbroschüren sind oft schwer zu verstehen. Doch gerade bei Medikamenten ist gute Verständlichkeit besonders wichtig. Daher sollte jeder sich über die wichtigsten Nachrichten und Themen informieren können.

In "MeinPlan" werden auch Wirkstoff, Dosierung, Einnahmegrund und Einnahmehinweise eingetragen. Auf diese Weise erhalten Nutzer einen guten Überblick. Wenn der Plan dann zu jedem Arztbesuch mitgenommen wird, hilft er, die Medikation transparent zu machen und Fehler durch Wechselwirkungen mit neu verordneten Arzneien zu vermeiden. So kann "MeinPlan" auch bei Notfällen oder bei Krankenhauseinweisungen unterstützend sein.