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Ehemaliger Direktor des Carl-Zeiss-Planetariums, Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller, wird 75 Jahre alt

15.08.2018 Personalien
Der ehemalige Direktor des Carl-Zeiss-Planetariums, Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller, wird am Samstag, 1. September, 75 Jahre alt.
Prof. Dr. Keller stammt aus dem thüringischen Schleiz und hat in Wien Astronomie, Physik und Mathematik studiert. 1967 promovierte er mit einer Untersuchung über die "Kinematik von Sternaggregaten früher Spektraltypen". Nach ersten beruflichen Erfahrungen bei der Firma Carl Zeiss in Oberkochen und der stellvertretenden Leitung der Bochumer Sternwarte kam Prof. Dr. Keller nach Stuttgart. 1976 wählte ihn der Gemeinderat zum Direktor des neuen Planetariums, nachdem er die Stadt im Vorfeld bei der Konzeption des Sternentheaters beraten hatte. Im April 1977 wurde das Carl-Zeiss-Planetarium eröffnet. Dort wurde 2001 der Projektor durch das neueste Zeiss-Modell Universarium IX ersetzt, 2007 kam die "All-Dome" Laseranlage hinzu, die 360-Grad-Projektionen ermöglicht. Über 30 Jahre lenkte Prof. Keller die Geschicke des Planetariums und hat mit seiner Arbeit internationale Maßstäbe gesetzt.

Sein Wirken ging jedoch weit über die Tätigkeit im Planetarium hinaus. Schon während seiner Dienstzeit war Prof. Keller als freier Mitarbeiter in der Wissenschaftsredaktion der Deutschen Presseagentur tätig, verfasste zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Publikationen, lehrte an der Universität Stuttgart und veröffentlicht in Zeitungen. Alles Aktivitäten, die er mit Leidenschaft auch im Ruhestand betreibt. Als "Urgestein" des Carl-Zeiss-Planetariums ist Professor Dr. Keller zudem in vielfacher Weise immer noch ehrenamtlich für das Haus und damit für die Landeshauptstadt Stuttgart tätig. 2017 wurde der engagierte Wissenschaftler, Buchautor und Universitätsprofessor für hervorragende populäre Darstellungen auf dem Gebiet der Astronomie in den Medien von der Astronomischen Gesellschaft mit dem Bruno-H.-Bürgel-Förderpreis ausgezeichnet.