Presse
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Vortragsreihe zu aktuellen Fragen der Stadtentwicklung

19.09.2018 Stadtplanung
"Kultur braucht Stadt braucht Kreative": Am 26. September stehen ab 18 Uhr die Wirkungen stadtkultureller Aktivitäten und Netzwerke einer offenen Stadtgesellschaft sowie die Vielfalt urbaner Interventionen und neuer urbaner Codes in der Stadtentwicklung im Mittelpunkt eines Vortrags- und Diskussionsabends im Stadtpalais (Saal Marie). Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Der Abend thematisiert Beiträge von Künstlern und Kreativen im Spannungsfeld von "Kulturschutzgebieten", neuer Verwertungsökonomien und überhitzten Immobilienmärkten. Eröffnet wird die Veranstaltung von Carolin zur Brügge, Leiterin der Abteilung Städtebauliche Planung Mitte beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung der Landeshauptstadt Stuttgart. Dieser Abend gehört zu einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe, die sich den Themen Infrastruktur-Urbanismus, kulturelle Vielfalt und urbane Quartiersentwicklung widmet. Getragen wird die Reihe vom Gläsernen Büro Rosenstein, einem Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Stuttgart und dem Info-Laden Rosenstein "Auf der Prag" e.V., das 2017 seine Pforten in der Nordbahnhofstraße 81 neu eröffnet hat. Der erste Abend fand am 26. Juli unter dem Thema "Alte Brücken und neue Wege" statt.

Welche Anreize und Verhandlungsspielräume können Stadtpolitiker und Stadtverwaltung Künstlern, Kulturschaffenden und kreativen Milieus konkret bieten, damit diese sich in nachbarschaftlichen Kontexten entfalten und ihrerseits bereichernde Impulse bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere geben können? Welche Rolle können Aneignungen und Zwischennutzungen (Künstlerwerkstätten, Kreativwirtschaft, Start-Ups, Ausgehmöglichkeiten, Kulturbetriebe usw.) spielen? Diese und ähnliche Fragen stehen im Fokus der Gastvorträge und der anschließenden offenen Podiumsdiskussion, die von Michael Kienzle (Stiftung Geißstraße Stuttgart) moderiert wird. Die Vorträge von Robin Bischoff (Kunstverein Wagenhalle e.V.) und Sevil Ozlük (IW8 Stuttgart-Feuerbach) sollen bewusst den Blick zuerst auf Stuttgart richten. Weitere Impulse für eine langfristig erfolgreiche Symbiose zwischen Kunst, Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung könnte das Beispiel der Ile de Nantes geben, das Virginie Barré, die Leiterin der  Stadtentwicklung der Ile de Nantes, vorstellen wird.

Die dritte Veranstaltung ist für Anfang 2019 vorgesehen und wird sich den planerischen Voraussetzungen für die Entstehung lebenswerter urbaner Quartiere im Rahmen städtebaulicher Großprojekte widmen.