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Tempo 30: Stadt prüft Einführung nachts auf einigen Hauptverkehrsstraßen

27.09.2018 Verkehr/Mobilität
Lärm macht krank: Wenn es von der Straße brummt, leiden Herz, Kreislauf und nachts wird der Schlaf gestört. Dies betrifft vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner von Hauptverkehrsstraßen. Um die Bürger besser vor Lärm zu schützen prüft die Stadt, ob Tempo 30 nachts auf einigen Hauptverkehrsstraßen eingeführt werden kann. Der Gemeinderat hat die Verwaltung am Donnerstag, 27. September, mit 29 zu 20 Stimmen beauftragt, dazu ein Gutachten in Auftrag zu geben.

Besonderen Handlungsbedarf sieht die Stadt bei Straßen, an denen der Lärm nachts bei über 60 dB liegt. In Stuttgart trifft das für rund 80 km des Straßennetzes zu.

Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, sagte: "Den Lärm verursachen vor allem die Fahrzeuge. Grundsätzlich gilt: Je schneller desto lauter." Pätzold weiter: "Wir gehen davon aus, dass Tempo 30 weitere Vorteile hat: Mehr Sicherheit für alle und mehr Aufenthaltsqualität in der City. Ausweichverkehr in Wohngebiete ist nicht zu erwarten." Diese Annahmen untersuche die Verwaltung jetzt mit dem Gutachten, so der Bürgermeister.  

Die Überprüfung von nächtlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf einigen Hauptverkehrsstraßen ist Bestandteil des Stuttgarter Lärmaktionsplans. Damit hat die Stadt dem Lärm den Kampf angesagt. Der Lärmaktionsplan wurde erstmals 2009 vom Stuttgarter Gemeinderat beschlossen und 2016 aktualisiert.