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"Straßenreinigung Feinstaub" wird fortgeführt - Reinigungsstrecke wird um drei Kilometer erweitert

10.10.2018 Aktuelles
Der Verwaltungsausschuss des Stuttgarter Gemeinderats hat am Mittwoch, 10. Oktober, mit breiter Mehrheit die Fortsetzung der "Straßenreinigung Feinstaub" beschlossen. Somit werden auch in der kommenden Feinstaubalarm-Periode, die am 15. Oktober beginnt, die Fahrspuren und Gehwege rund um das Neckartor von Sonntag bis Freitag zwischen 22 und 5 Uhr intensiv gereinigt. Beginn ist in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober.

Die Reinigung der Straßen und Gehwege soll dazu beitragen, die Feinstaub-Belastung an stark befahrenen Strecken zu senken. Durch die Reinigung sollen die Vorprodukte des Feinstaubs - z. B. Reifenpartikel, Bremspartikel, Streugut - beseitigt werden, sodass diese sich gar nicht erst zu Feinstaub entwickeln können.

Aufgrund der Erfahrungen aus der vorherigen Testphase wird der Reinigungsvorgang in dieser Alarm-Periode neu konfiguriert. Dadurch kann die Reinigungsstrecke um insgesamt drei Kilometer erweitert werden. Künftig wird zusätzlich ab dem Heinrich-Baumann-Steg ostwärts bis zur Villastraße vor dem Schwanenplatztunnel (je Fahrtrichtung dreispurig auf einer Länge von 500 Metern) gereinigt.

Die Firma DEKRA leitete die Testkoordination und organisierte die Messtechnik sowie die Analytik. Die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS), das Amt für Umweltschutz und die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) unterstützten bei der Durchführung des Projekts. Im Doppelhaushalt sind für das Jahr 2018 Mittel in Höhe von 655.000 Euro und für das Jahr 2019 von 378.000 eingeplant. 2018 sind bereits 289.000 Euro für die Straßenreinigung der letzten Feinstaubalarm-Periode verwendet worden.

Hintergrund "Straßenreinigung Feinstaub"

In einer ersten Projektphase wurden vom 1. März 2017 bis zum 6. April 2017 die Fahrspuren sowie die Gehwege rund um die Messstelle Neckartor in einer Kombination aus Wasserdruckreinigung und Absaugung sowie mechanischer Reinigung intensiv gereinigt. Damalige Auswertungen des Testprojekts "Straßenreinigung Feinstaub" zeigten, dass es erste Indizien gibt, dass diese Form der Straßenreinigung einen positiven Effekt auf die Feinstaubwerte "Am Neckartor" haben kann. Im Juli 2017 wurde die Fortsetzung des Testprojekts beschlossen und die Verwaltung beauftragt, eine entsprechende Ausschreibung durchzuführen.

Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel sowie die optionale Vergabe eines dauerhaften Reinigungsauftrags für vier Jahre (Grundlaufzeit 1 Jahr und dreimalige einjährige Verlängerung) wurden bewilligt. Die Firma DEKRA hat im Zuge der Ausschreibung den Zuschlag erhalten.

Mit Beginn der neuen Feinstaubalarm-Periode 2017/2018 wurde das Testprojekt fortgesetzt. Untersuchungen nach Abschluss der Reinigungsperiode haben ergeben, dass es an der Messstation Am Neckartor einen Unterschied bei den Feinstaubwerten an Reinigungstagen und Nicht-Reinigungstagen gibt. Besonders die Betrachtung des groben Anteils von Feinstaub ergab Indizien für die Wirksamkeit der intensiven Straßenreinigung. Aufgrund der großen Bedeutung der meteorologischen Einflüsse lässt sich die Wirkung der Reinigung jedoch nicht genau quantifizieren.