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OB Kuhn zu Meldungen über geplante Sparkassen-Fusion: "Bislang keine überzeugenden Argumente für eine Fusion unter Einbeziehung der LBBW"

29.10.2018 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat sich am Montag, 29. Oktober, zu den Meldungen über einen geplanten Zusammenschluss der Landesbanken Helaba, NordLB und LBBW sowie des Fondsdienstleisters Deka geäußert.
Kuhn sagte: "Bislang sind keine durchschlagenden Argumente gefallen, warum nach Ansicht der Stadt Stuttgart eine solche Fusion weiterverfolgt werden sollte. Ich halte die Größe der LBBW für richtig und angemessen, um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Die LBBW ist ein bedeutsamer Partner für den Mittelstand in der Region Stuttgart und darüber hinaus. Dabei ist sie konsolidiert und solide aufgestellt. Deshalb macht es keinen Sinn, jetzt ein in seiner Komplexität nicht kalkulierbares Abenteuer einzugehen."

Zudem, so Kuhn, würde der Einfluss der Landeshauptstadt als Anteilseigner in einer fusionierten Großbank deutlich zurückgehen und nur noch bei etwa 7,5 Prozent liegen. Derzeit hat die Stadt bei der LBBW einen Anteil von 19 Prozent. "Außerdem spielen auch Standortfaktoren wie Arbeitsplätze eine wichtige Rolle. Der Stammsitz der LBBW ist in Stuttgart, der der fusionierten Bank wäre wohl in Frankfurt und wir sehen auch nicht ein, warum sich die LBBW an einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung von maroden Schiffskrediten der NordLB beteiligen soll", erklärte der OB.