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Stadt veröffentlicht neuen Energiebericht: Verbrauch erneut gesenkt

04.12.2018 Aktuelles
Die Folgen des Klimawandels sind auch in Stuttgart deutlich zu spüren: 2018 gab es so viele heiße Sommertage wie nie zuvor und kaum Regen. Diese Entwicklung bestärkt die Stadt in ihrem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein. Das Amt für Umweltschutz hat am Dienstag, 4. Dezember, dem Ausschuss für Umwelt und Technik den Energiebericht für das Jahr 2016 vorgestellt. Das Ergebnis: Stuttgart geht immer schonender mit Energie um, der Verbrauch konnte erneut gesenkt werden.
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Primärenergieverbrauch um rund drei Prozent gesunken. Gegenüber 1990 beträgt die Einsparung 25 Prozent. Primärenergie ist die in den Energiequellen vorhandene Energie, beispielsweise in Erdgas oder Kohle. In Kraftwerken, Heizungen und Raffinerien wird Primärenergie in Endenergie umgewandelt. Der Verbraucher kann sie anschließend in Form von Strom oder Wärme nutzen.

Energiebericht UhlandschuleDie Uhlandschule in Stuttgart-Rot wurde zu einer Plusenergieschule umgebaut. Die Schule erzeugt jetzt im Laufe eines Jahres mehr Energie als sie verbraucht. Foto: Thomas Wagner/Stadt StuttgartDie Einsparungen an Primärenergie wirken sich auch auf die Treibhausgas-emissionen aus: Gegenüber 1990 sanken die CO2-Emissionen in den städtischen Liegenschaften um zwei Drittel. Die Einsparungen wurden durch eine Vielzahl an Maßnahmen erreicht. Dazu zählt unter anderen die Sanierung der Uhlandschule in Stuttgart-Rot auf Plusenergie-Niveau. Die Schule erzeugt jetzt im Laufe eines Jahres mehr Energie als sie verbraucht. Bei der Planung neuer Stadtquartiere wird ebenfalls großer Wert auf nachhaltige Energiekonzepte gelegt. So wird aktuell im Neckarpark eine nachhaltige Wärmeversorgung umgesetzt, die Abwasser als Hauptwärmequelle nutzt. Dazu wird dem Abwasserkanal die Wärme entzogen.

Ein weiterer wichtiger Baustein des städtischen Energiekonzepts ist der Bau von Anlagen, die erneuerbare Energien liefern. Im Jahr 2016 hatte die Stadt 133 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie in Betrieb. Aktuell sind 141 Anlagen in städtischen Gebäuden installiert. Davon 92 Photovoltaikanlagen sowie 49 Anlagen die Umweltwärme, Solarthermie und biogene Brennstoffe nutzen. Neben dem Beitrag zum Klimaschutz spart die Stadt dadurch auch Energiekosten ein: Im Jahr 2016 wurden für Energie und Wasser insgesamt 64 Millionen Euro aufgewendet. Damit konnten über 2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr eingespart werden.