Presse
  •  

Licht am Fahrrad: Stadt und Polizei werben für Verkehrssicherheit

06.12.2018 Verkehr/Mobilität
Der Stuttgarter Fahrradverkehr wächst seit 2014 jährlich um durchschnittlich acht Prozent. Die Landeshauptstadt möchte, dass sich alle sicher durch die Stadt bewegen. Dazu gehört auch das Licht am Fahrrad. Polizeibeamte der Fahrradstaffel und der Prävention haben am Donnerstag, 6. Dezember, zwischen 7 Uhr und 8 Uhr in der Tübinger Straße Radler auf das Thema aufmerksam gemacht.

Vor Ort waren auch Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, und Polizeipräsident Franz Lutz. Gemeinsam mit den Polizeibeamten warben sie für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Licht am Fahrrad: Stadt und Polizei werben für VerkehrssicherheitVergrößernFür mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt (Zweiter von links), Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport (Mitte), und Polizeipräsident Franz Lutz (rechts) im Gespräch mit einem Fahrradfahrer. Foto: Thomas Hörner/Stadt StuttgartFür mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt (Zweiter von links), Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport (Mitte), und Polizeipräsident Franz Lutz (rechts) im Gespräch mit einem Fahrradfahrer. Foto: Thomas Hörner/Stadt Stuttgart
Bürgermeister Dr. Schairer sagte: "Immer mehr Menschen sind mit dem Rad unterwegs. Der Radverkehr wird mehr - und er wird schneller." Der größte Teil der Radfahrer verhalte sich diszipliniert, aber es gebe auch einige, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen würden, so der Bürgermeister. Schairer weiter: "Ohne Licht werden Radfahrer in der Dunkelheit leicht übersehen. Dies kann schnell zu Unfällen mit fatalen Folgen führen. Deshalb wollen wir Fahrradfahrer überzeugen, in der Dunkelheit immer mit Licht zu fahren. Hier gilt: 'Sicherheit durch Sichtbarkeit'!"

Insgesamt wurden 87 Radfahrerinnen und Radfahrer von der Polizei angesprochen. Zehn waren ohne Licht unterwegs. Anstelle eines Verwarnungsgeldes wurden sie über den Zusammenhang von Sichtbarkeit und Sicherheit aufgeklärt. Die Polizeibeamten appellierten an sie, darauf zu achten für andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar zu sein. Die Radler zeigten sich einsichtig und gelobten Besserung. Bei 32 Rädern gab es sonstige Mängel wie fehlende Reflektoren oder Klingeln. Beachtlich: Rund 90 Prozent der Radfahrer trugen einen Helm.

Um das Radfahren in Stuttgart sicherer und attraktiver zu machen, hat die Stadt ihre Investitionen in den Radverkehr deutlich erhöht: Mit dem Doppelhaushalt 2018/2019 fließen insgesamt 16,2 Millionen Euro in den Radverkehr. Bürgermeister Peter Pätzold sagte: "In den letzten Jahren haben wir zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderen der Ausbau der Hauptradrouten sowie des Ergänzungsnetzes." Die positive Entwicklung würde sich am deutlichsten im Anstieg der Fahrradnutzung zeigen: An den zwei automatischen Fahrradzählstellen sei eine Zunahme von sogar 20 Prozent festgestellt worden, so der Bürgermeister. Pätzold weiter: "Für dieses Jahr erwarten wir neue Rekordwerte. Dies ist ein deutliches Zeichen der Stuttgarter Fahrradfahrer, dass wir den richtigen Weg in der Fahrradförderung eingeschlagen haben." Auch städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fahren immer mehr Rad: Die Stadt hat 2018 insgesamt 39 Pedelecs angeschafft mit denen kurze und mittlere Dienstfahrten erledigt werden können.

Fahren ohne Licht in Dunkelheit oder Dämmerung ist nicht nur gefährlich, es kann sich auch im Geldbeutel bemerkbar machen: Wer ohne funktionierendes Licht unterwegs ist und von der Polizei erwischt wird, muss mit einem Verwarnungsgeldgeld von 20 Euro rechnen. Kommt es zu einer Gefährdung anderer, werden 25 Euro fällig. Ist ein schlecht beleuchteter Radfahrer an einem Unfall beteiligt, kommen 35 Euro Verwarnungsgeld auf ihn zu und er muss mit einem Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen.

Polizeipräsident Franz Lutz betonte: "Das Fahrrad wird als alltägliches Verkehrsmittel immer beliebter. Diesen Wandel erkennt auch die Stuttgarter Polizei und richtet ihre Maßnahmen entsprechend aus. Neben einer gegenseitigen Rücksichtnahme und dem eigenen Schutz mit einem Fahrradhelm trägt auch die Erkennbarkeit der Radfahrenden zur Sicherheit im Straßenverkehr bei - insbesondere in der dunklen Jahreszeit!"

Die Polizei empfiehlt

Tipps zur Fahrradbeleuchtung:

  • Nach vorne: ein weißes Licht und ein weißer Reflektor
  • Nach hinten: ein rotes Licht, und ein roter Rückstrahler der Kategorie Z, die beide in einem Gerät verbaut sein dürfen
  • An die Pedale nach vorne und hinten orangefarbene Reflektoren
  • Seitlich: Entweder ringförmig zusammenhängende reflektierende weiße Streifen an den Reifen/Felgen/Speichen oder je 2 gelbe Speichenreflektoren je Rad oder weiße Reflektoren/Speichenhülsen an jeder Speiche

Tipps zum sicheren Fahrrad:
  • Gemeinsam, rücksichtsvoll und vorsichtig kommen alle besser ans Ziel
  • Fahrradhelme schützen vor schweren Schädelverletzungen, deshalb: Schütze Dein Bestes (schuetze-dein-bestes.de)
  • Funktionierende Beleuchtung, saubere Reflektoren, reflektierende Kleidung oder Reflexbänder schaffen Sicherheit durch Sichtbarkeit (gib-acht-im-verkehr.de)
  • Sichern Sie Ihr Fahrrad mit geprüften Schlössern auch hochwertigen Materialien. Notieren Sie alle Merkmale Ihres Fahrrads inklusive der Rahmennummer zum Beispiel in einem Fahrradpass (auch als App: polizei-beratung.de)

(Gemeinsame Pressemitteilung der Landeshauptstadt Stuttgart und des Polizeipräsidiums Stuttgart)