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Silvester: Feuerwerk stadtweit erlaubt - Appell zur Zurückhaltung

27.12.2018 Aktuelles
Zum Jahreswechsel darf auch dieses Jahr in Stuttgart Feuerwerk abgebrannt werden. Das erklärte die Stadtverwaltung am Donnerstag, 27. Dezember, und bat gleichzeitig um Zurückhaltung.
Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sagte: "Es ist guter Brauch, das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen. Das Feuerwerk hat aber unmittelbare, zum Teil fatale Auswirkungen. Damit meine ich zum einen die Verschmutzung der Luft, die Lärmbelastung und mögliche Brandgefahren. Zum anderen sind mit jedem Feuerwerk - gerade in großen, dichtgedrängten Menschenmengen - Gefahren für die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit der Mitbürger verbunden." Diese Aspekte habe die Stadt sehr wohl im Blick. Schairer weiter: "Wir haben geprüft, inwieweit Verbote des Feuerwerks im öffentlichen Raum möglich sind. Die Rechtslage ist schwierig; sie gibt zur Minderung der Luftverschmutzung oder zur Vermeidung von Lärm und Brandgefahren für Stuttgart aber aktuell nichts her. Das Sprengstoffrecht gibt hier keinen Spielraum."

Dieses ermögliche ein Verbot in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern. "Deswegen ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auch oft in Städten verboten, die viel Fachwerk und enge Gassen bieten. Wichtig ist, dass die Einhaltung auch kontrolliert und sanktioniert wird. Hierzu haben wir noch keine Lösung gefunden, die praktikabel wäre." Schairer weiter: "Jeder sollte sich bewusst sein, was das Feuerwerk in seinem Umfeld, ja in seiner Umwelt auslösen kann." Die Stadt rät daher zu vorsichtigem Umgang mit dem Feuerwerk und erinnert daran, dass jeder einen Beitrag leisten kann zur eigenen Sicherheit und zur Senkung der Luftbelastung.

Beim letzten Jahreswechsel wurde die Feuerwehr zu 41 Einsätzen im Stadtgebiet gerufen. Rettungswagen und Notärzte waren fast pausenlos im Einsatz. Die Abfallwirtschaft Stuttgart muss jährlich zwischen 70 und 80 Kubikmeter Müll einsammeln. In der gesamten Stadt sind 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Fuß bzw. mit sechs Sprintern und fünf Kehrmaschinen ab 4 Uhr im Einsatz. Sie werden Gehwege, Fußgängerunterführungen und stark besuchte Aussichtspunkte reinigen und gerade in der Innenstadt Papierkörbe leeren. Die AWS rät zum Verzicht, weil neuartige Böllerbatterien und Raketenwerfer von den Kehrmaschinen nicht mit aufgenommen werden können. Mitarbeiter müssen sie von Hand aufsammeln. Wer dennoch ein Feuerwerk abbrennt, wird gebeten, die Überreste anschließend mit nach Hause zu nehmen.

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