Presse
  •  

Neubauvorbereitungen für Personalwohnungen kommen gut voran: Bald mehr und besserer Wohnraum für Klinikumsmitarbeiter beim Krankenhaus Bad Cannstatt

07.02.2019 Stadtplanung
Moderner und preiswerter Wohnraum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums - das entsteht am Bad Cannstatter Prießnitzweg. Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) errichtet für das Klinikum Stuttgart nach dem Abriss der alten Gebäude neue Wohnheime. Beide Unternehmen der Landeshauptstadt kümmern sich während der Bauphase um Ersatzwohnraum. Nach der Fertigstellung kann das Klinikum knapp hundert Mitarbeitern mehr als bisher eine Wohnperspektive bieten.
Klinikum Stuttgart und SWSG setzen im Prießnitzweg ein attraktives Neubaukonzept um. Dort stehen momentan drei etwa 50 Jahre alten Gebäuderiegel. Diese bieten Wohnraum für 302 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Gebäude sollen abgerissen werden und nach einem Architektenwettbewerb durch neue Häuser ersetzt werden, die Wohnraum für 400 Menschen bieten. Das ist allerdings nicht der einzige Grund für das Projekt.

Ein Neubau verbessert entscheidend die Wohnungssituation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schlechte Haustechnik oder fehlende energetische Maßnahmen prägen heute die Situation, aber vor allem veraltete Grundrisse, zum Beispiel durch Gemeinschaftsbäder und -küchen. Dieser strukturelle Nachteil ließe sich durch eine bloße Modernisierung nicht ändern. Der Neubau verbessert diese Situation komplett. Hauptsächlich Appartements, einige Wohnungen sowie ausreichend Raum für Wohngemeinschaften erfüllen die Wohnanforderungen der jeweiligen Beschäftigtengruppen. Mit diesem nachhaltigen Konzept verwirklicht die SWSG die Wünsche des Klinikums Stuttgart und dessen Personalrats.

Außerdem mindert das Neubaukonzept am Prießnitzweg die Parkraumproblematik im östlichen Bad Cannstatt. Dank einer Tiefgarage entstehen zusätzlich 189 neue Parkplätze. Die bisherige Lage der Häuserriegel behindert die Frischluftzufuhr des Neckartals. Dieses Manko behebt eine Neubebauung entscheidend. Landeshauptstadt, Klinikum Stuttgart und SWSG sind sich daher einig: Ein Neubau der Klinikumswohnungen im Prießnitzweg stellt die beste Lösung für den Wohnungsbedarf des Klinikums in Bad Cannstatt dar.

Das Sanierungskonzept umfasst auch andere Personalwohngebäude des Klinikums und sieht vor, dass Wohnheime des Klinikums Stuttgarts an die SWSG übergehen. Auf Basis eines Globalmietvertrags mietet das Klinikum die neuen Wohnungen von der SWSG. Dank eines städtischen Zuschusses von 30 Millionen Euro vermietet das Klinikum die Wohnungen sehr preiswert an seine Mitarbeiter weiter. Klinikum und Personalrat arbeiten außerdem an einem sozial ausgewogenen Mietenmodell, das die Einkommen und die Wohnsituation seiner einzelnen Mitarbeiter berücksichtigt. Diesem Konzept, das am Ende 794 weitgehend sanierte oder neu gebaute Wohnplätze vorsieht, haben alle Gremien zugestimmt, insbesondere der Personalrat des Klinikums. Auch im Gemeinderat gab es 2017 keine einzige Gegenstimme.

Der Erste Bürgermeister Michael Föll lobt: "Hier arbeiten zwei Unternehmen der Landeshauptstadt eng zusammen. Das Klinikum erhält modernen Wohnraum, steigert seine Attraktivität als Arbeitgeber und nutzt die Kernkompetenz der SWSG." Dr. Alexander Hewer, kaufmännischer Vorstand des Klinikums, sieht dringenden Handlungsbedarf: "Derzeit sind die Gebäude gut 50 Jahre alt. Durch den Neubau wird es bald mehr und besseren Wohnraum geben, den wir unseren Beschäftigten unter den marktüblichen Mietpreisen anbieten. Grundrisse mit Gemeinschaftsbädern sind schlichtweg nicht mehr zeitgemäß." Der Personalrat des Klinikums Stuttgart war von Anfang an eingebunden und trägt das Sanierungskonzept mit. Jürgen Lux, Personalrat des Klinikums Stuttgart: "Dem Personalrat war von Anfang an wichtig, dass die Mitarbeiter in zeitgemäßen Unterkünften leben können. Allen Beteiligten war klar, dass der Abbruch und Neubau von Wohngebäuden mit einem Umzug der Bewohner verbunden ist. Dies gilt übrigens auch bei einer Sanierung."

Samir Sidgi, Vorsitzender der SWSG-Geschäftsführung, betont, dass für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wegen der Baumaßnahmen ausziehen müssen, Ersatzwohnraum zu Verfügung steht. "Niemand muss Angst haben, auf der Straße zu landen, weil eine Baumaßnahme ansteht", erklärt Sidgi. Alle beteiligten Seiten tragen Sorge, dass der Neubau für die Mitarbeiter ebenso reibungslos von statten geht, wie die aktuell laufenden Projekte in der Reuchlin- und der Senefelderstraße.