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Diskussion um Gäubahn: Stadt drängt auf Entwicklung ihrer Flächen

07.02.2019 Aktuelles
Über die Zukunft der Gäubahn wird aktuell diskutiert. In einem Medienbericht ("Abgehängt von der Landeshauptstadt", Stuttgarter Zeitung vom 7. Februar) wird der Erhalt der Gleise oder der Bau einer Brücke angeregt, um von Singen kommende Züge auch nach der Fertigstellung des Tiefbahnhofs weiterhin am Hauptbahnhof enden zu lassen.
Die Landeshauptstadt Stuttgart weist diese Überlegungen zurück, da sie die freiwerdenden Flächen bebauen will. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, erklärte: "Das Rosensteinviertel ist zentral für die Stadtentwicklung. Hier werden wir keine Abstriche machen. Das hat auch der Gemeinderat so beschlossen." Die Stadt habe daher ein überragendes Interesse, die durch Stuttgart 21 freiwerdenden Gleisflächen vollständig und sofort nach der Inbetriebnahme des neuen Tiefbahnhofs zu nutzen. "Wir entwickeln hierfür schon jetzt Lösungen für das künftige Zusammenleben in der Stadt. Es geht um grundlegende Fragen, wie die Verbindung von Wohnen, Arbeiten, Erholung oder Lernen, das Zusammenleben von Jung und Alt sowie Arm und Reich, die nachhaltige Mobilität oder attraktive öffentliche Räume."

Die Stadt verweist auf die entstehende Verkehrsdrehscheibe am Flughafen. Pätzold weiter: "Wir halten an den bestehenden Planungen fest. Die Gäubahn soll künftig den Flughafen anfahren. Andernfalls schränkt dies die Entwicklung des neuen Stadtviertels erheblich ein, nicht zuletzt, weil wir Bewohner und Nutzer des Viertels umfassend vor dem Zuglärm schützen müssten."

Bis zur Fertigstellung von Stuttgart 21 sind Interimslösungen für den Anschluss der Gäubahn notwendig. Hierzu prüfen Bahn, Stadt, Land und Verband Region Stuttgart Möglichkeiten in Vaihingen oder an einem einzurichtenden Halt, etwa am Nordbahnhof, in Verbindung mit der Panoramastrecke. Die Stadt habe ein hohes Interesse an guten Verkehrsangeboten und Verknüpfungen gerade auch für die Gäubahn, so Pätzold.