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Andreas Eduardo Frank und Ashley Fure erhalten 64. Kompositionspreis der Stadt Stuttgart

21.02.2019 Aktuelles
Der 64. Kompositionspreis der Stadt Stuttgart geht 2019 an den in Fürth lebenden Komponisten, Medienkünstler und Performer Andreas  Eduardo Frank und die in Berlin lebende, US-amerikanische Komponistin und Klangkünstlerin Ashley Fure. Andreas Eduardo Frank wird für sein Werk "Noise is a common sound - I" für Ensemble mit tragbaren Lautsprechern, Drumset, Synthesizer und Elektronik (2018) und Ashley Fure für die Komposition "Bound to the Bow" für Orchester und Elektronik (2016) ausgezeichnet. Die Jury entschied in ihrer Sitzung am 7.  Februar, den mit 12.000 Euro dotierten Preis in zwei gleichen Teilen zu je 6.000 Euro zu vergeben.

Die Kompositionen werden beim Preisträgerkonzert im Rahmen des Festivals Neue Musik Stuttgart Eclat im Februar nächsten Jahres im Theaterhaus aufgeführt. Im Rahmen des Preisträgerkonzerts findet auch die Preisverleihung mit der Übergabe der Urkunden an die beiden Preisträger statt. Um den 64. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart 2019 haben sich 17 Komponistinnen und 53 Komponisten mit insgesamt 124 Werken beworben.

Der Kompositionspreis der Stadt Stuttgart ist Deutschlands ältester Preis für Komponisten Neuer Musik. Er ist aktuell mit 12.000 Euro dotiert und kann in einem oder in zwei Teilen vergeben werden. Die Stadt Stuttgart schreibt den Preis seit  955 jährlich aus. Preisträger waren unter anderem Helmut Lachenmann, Peter Ruzicka, Aribert Reimann, Younghi Pagh-Paan und Adriana Hölszky. Dr. Fabian Mayer, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht sagt: "Diese Namen verdeutlichen, dass die Jury über die Jahre hinweg ein gutes Gespür dafür hatte, große Talente aus der Fülle der Bewerberinnen und Bewerber herauszufiltern."

Mitglieder der vom Gemeinderat berufenen Jury

Björn Gottstein (Vertreter des Südwestrundfunks), Prof. Martin Schüttler (Vertreter der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart), Prof. Frédéric Durieux (Komponist), Dr. Michael Kunkel (Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Hochschule für Musik Basel), Prof. Mike Svoboda (Komponist und Posaunist) sowie Dr. Cathy van Eck (Komponistin). Prof. Dr. Angela Ida De Benedictis, Musikwissenschaftlerin (war entschuldigt). Den Vorsitz hatte - in Vertretung von Bürgermeister Dr. Fabian Mayer - die Fachreferentin für Musik, Dr. Susanne Haist.

Zu den Preisträgern

Andreas Eduardo Frank, geboren 1987, begann 2010 sein Doppelstudium in Komposition und Gitarre an der Hochschule für Musik Würzburg und ab 2013 am elektronischen Studio der Musikhochschule Basel. Andreas Eduardo Frank war Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute, wurde für das Interdisziplinäre Residenzstipendium Gargonza Arts Award 2016 sowie für das Stipendium Progetto Positano der Ernst von Siemens Musikstiftung 2018 - gemeinsam mit dem Ensemble Modern - nominiert. Er ist Preisträger des Protonwerks Nr. 6 des Ensemble Proton Bern.

Sein OEuvre ist vielseitig und geprägt durch die enge Zusammenarbeit mit anderen jungen Musikern und Künstlern auf internationaler Ebene. Frank arbeitet in seinen Werken an der Schnittstelle zwischen real und virtuell, zwischen Musik, Performance, Video und Theater.

Ashley Fure, geboren 1982, promovierte in Komposition an der Harvard University und ist seit 2015 als Assistant Professor am Dartmouth College Music Department tätig. Sie gewann zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem den Lincoln Center Emerging Artists Award 2018, den Rome-Prize in Komposition, den Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste Berlin, den Kranichsteiner Musikpreis 2014 sowie den DAAD Fellow-Künstlerpreis. Bereits 2009 war sie Stipendiatin in Stuttgart an der Akademie Schloss Solitude. 2017 war sie Pulitzer-Finalistin im Bereich Musik und erhielt im selben Jahr ein Guggenheim-Stipendium.

Ihre Arbeiten wurden von großen Ensembles in Europa und den USA in Auftrag gegeben, unter anderem vom New York Philharmonic Orchestra, vom Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Klangforum Wien, dem Ensemble Modern und den San Francisco Contemporary Music Players.