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Kulturamtsleiterin Dr. Birgit Schneider-Bönninger verabschiedet

26.02.2019 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am 26. Februar die Direktorin des Kulturamts, Dr. Birgit Schneider-Bönninger, vor Gemeinderatsmitgliedern, Mitarbeitern und vielen Kulturschaffenden verabschiedet. Sie tritt am 1. März die Stelle als Dezernentin für Kultur und Sport der Bundesstadt Bonn an. Kuhn dankte ihr für ihre erfolgreiche Arbeit und wünschte ihr für ihre neue Aufgabe "Erfolg und viel Enthusiasmus".
OB Kuhn verabschiedet Amtsleiterin Schneider-BönningerOberbürgermeister Fritz Kuhn hat Birgit Schneider-Bönninger verabschiedet, die seit 2014 das Kulturamt geleitet hat. In der Mitte Protokollchef Matthias Frenz. Foto Stadt Stuttgart/Leif Piechowski
Birgit Schneider-Bönninger leitete seit 1. Januar 2014 das Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich zählten unter anderem die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv, das Carl-Zeiss-Planetarium, die Stuttgarter Philharmoniker, die Stuttgarter Musikschule sowie die Abteilungen Museum für Stuttgart, Kulturförderung und Verwaltung.

"Sie haben eine neue Art von Kommunikation und Fröhlichkeit ins Kulturamt gebracht und eine Atmosphäre des positiven Austausches geschaffen. Damit verbunden ist auch ein anderes Verständnis davon, was ein Kulturamt leisten muss: nicht nur Gelder aus Gemeinderatsbeschlüssen verteilen, sondern gemeinsam mit den Kulturschaffenden die Selbstwerdung und Selbstorganisation der Kultur zu ermöglichen", so Fritz Kuhn.

Das von ihr entwickelte "Zukunftslabor Kultur" und die Etablierung einer kulturellen Zukunftsforschung in einer Kulturverwaltung sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit. 2017 wurde das Zukunftslabor Kultur mit dem Europäischen Kulturmarken-Award ausgezeichnet.

Die Kulturamtsleiterin machte die digitale Kultur zu ihrem Schlüsselthema und trieb die Digitalisierung in den Abteilungen voran. Sie verantwortete den Ausbau des museumspädagogischen Dienstes zum "Netzwerk kulturelle Bildung", das heute als Mittler zwischen Schulen und Kultureinrichtungen agiert. Sie initiierte ressortübergreifende Arbeitsgruppen und startete während ihrer Amtszeit eine Dialogoffensive mit Kultursprechstunde, Kulturstammtisch und Dialogforen. Außerdem startete sie eine Initiative zur Integration von geflüchteten Menschen in die lokale Kulturarbeit und richtete dafür eine Koordinierungsstelle ein.

Persönlich fällt ihr der Abschied nicht leicht: "Ich habe versucht, das Amt jenseits von Verwaltung unkonventionell und offen zu strukturieren und zu leben. Stuttgart ist der Mega-Kulturstandort. Als Kulturmensch lässt es sich hier hervorragend leben. Stuttgart ist eine dynamische Kulturstadt, die ich in den fünf Jahren lieben und schätzen gelernt habe", so Schneider-Bönninger. In Bonn warten neue Herausforderungen auf die künftige Kultur- und Sportdezernentin - unter anderem steht die Zukunft des Bonner Theaters auf der Agenda. Als bekennender Fußballfan freue sie sich aber besonders auf die Gestaltungsmöglichkeiten im Ressort Sport, das wie Kultur zu den Zukunftsfaktoren einer Kommune zählt.

Birgit Schneider-Bönninger wurde 1963 in Kamen geboren und absolvierte ein Lehramtsstudium in Geschichte und Sozialwissenschaften an der Universität Münster. 1990 begann sie ein Promotionsstudium an der Universität Dortmund, das sie 1994 mit dem Dr. phil. abschloss. Vor ihrer Tätigkeit in Stuttgart war sie Leiterin des Geschäftsbereichs Kultur und Bildung bei der Stadt Wolfsburg.