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Ausbildungsgipfel zu Sprachdefiziten bei Geflüchteten und Neuzugewanderten

27.02.2019 Bildung
Rund 1.000 Geflüchtete und Neuzugewanderte machen derzeit an den Stuttgarter Berufsschulen eine Ausbildung. Über 300 werden die Ausbildungsziele voraussichtlich nicht erreichen, weil es ihnen an deutschen Sprachkenntnissen mangelt. Die Landeshauptstadt will diese Ausbildungsverhältnisse sichern. Deshalb hat sie die wichtigsten Akteure am Mittwoch, 27. Februar, zu einem Ausbildungsgipfel ins Rathaus eingeladen.
Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, sagte: "Stuttgart bietet jungen Menschen eine gute berufliche Perspektive. Das gilt auch, wenn sie aus dem Ausland zugewandert beziehungsweise als Geflüchtete zu uns gekommen sind." Die Beruflichen Schulen hätten allerdings darauf hingewiesen, dass viele Geflüchtete und Neuzugewanderte erhebliche sprachliche Defizite hätten. Die Bürgermeisterin: "Hier gilt es, schnell zu handeln. Daher habe ich zum heutigen Ausbildungsgipfel eingeladen und freue mich über die gute und gelungene Beteiligung aller Akteure." Man habe sich auf gemeinsame Schritte verständigt. Die Auszubildenden müssten in die Lage versetzt werden, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen zu können. Fezer weiter: "Wir wollen Ausbildungsabbrüche verhindern. Der Schlüssel dazu ist die deutsche Sprache, insbesondere die berufsspezifische Fachsprache."

Das Regierungspräsidium, die Bundesagentur für Arbeit, die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer und städtische Ämter und Abteilungen wie Jugendamt,  Schulverwaltungsamt, Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft, Abteilung Integrationspolitik sowie das Jobcenter werden die Beruflichen Schulen zukünftig noch wirkungsvoller unterstützen. Als ersten Schritt haben sie eine gemeinsame Absichtserklärung zur Stärkung der dualen Ausbildung von Geflüchteten und Neuzugewanderten erarbeitet und dieser einstimmig zugestimmt. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll nun kurzfristige und langfristige Maßnahmen entwickeln, um die Deutschkenntnisse von Geflüchteten und Neuzugewanderten Auszubildenden weiter zu verbessern.