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Podiumsgespräch "Stuttgarter Geschichten der Mehrsprachigkeit"

05.03.2019 Kultur
"Stuttgarter Geschichten der Mehrsprachigkeit" ist das Thema eines Podiumsgesprächs am Mittwoch, 13. März, um 19.30 Uhr im StadtPalais - Museum für Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 2, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Heimat - Internationale Wochen gegen Rassismus Stuttgart". Es diskutieren Dolgor Guntsetseg, Vorstandsmitglied des Vereins der Mongolischen Akademiker sowie des Forums der Kulturen Stuttgart, Gari Pavkovic, Integrationsbeauftragter der Landeshauptstadt Stuttgart, Anna Picardi, ehemalige Lehrerin und Beraterin, sowie Dr. Dieter Thoma, Gesellschafter bei MAZEM - Mannheimer Zentrum für Empirische Mehrsprachigkeit. Es moderiert Sara Alterio, Forum der Kulturen Stuttgart.

Mehrsprachigkeit hat Konjunktur - unter anderem als bildungspolitisches Konzept. Die EU fordert ihre Mitgliedstaaten auf, das Lernen von mehreren Sprachen zu fördern. In Baden-Württemberg werden Englisch und Französisch inzwischen in der Grundschule unterrichtet. Dabei wird oft vergessen, dass mehrsprachige Bildung in Stuttgart nichts Neues ist, sondern eine lange Geschichte hat. Seit mindestens 40 Jahren setzen sich Migrantinnen und Migranten für mehrsprachige Bildung junger Stuttgarter ein und organisieren entsprechende Schulen. Dennoch scheinen Englisch- und Französischunterricht an Schulen anders bewertet zu werden als der Unterricht in Türkisch, Mongolisch oder Arabisch. War das schon immer so? Warum kennen wir diese migrantische Bildungsgeschichte in Stuttgart kaum? Wer erinnert sich? Und kann die offizielle Bildungspolitik an diese Erfahrungen anknüpfen? Das Podiumsgespräch ist eine Kooperationsveranstaltung von DOMiD - Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland, Forum der Kulturen Stuttgart und dem StadtPalais - Museum für Stuttgart. Der Eintritt ist frei.

Deutliches Zeichen gegen Rassismus

Die "Internationalen Wochen gegen Rassismus Stuttgart" finden vom 11. bis 24. März in Stuttgart zum vierten Mal in Folge statt. Mit einem großangelegten Programm für Schulklassen, Jugendliche, junge Erwachsene, Fachpublikum, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Mitarbeitende von Unternehmen, Verwaltungen, Initiativen und die Öffentlichkeit wird ein deutliches Zeichen gegen Rassismus oder andere Formen von Ausgrenzung und für ein buntes, demokratisches Miteinander gesetzt. Stuttgart ist eine weltoffene Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur in einem gewinnenden Miteinander zusammenleben.

Weitere Informationen erteilt das Forum der Kulturen Stuttgart, Marktplatz 4, Anna Lampert, Telefon 2484808-21, E-Mail anna.lampert@forum-der-kulturen.de und finden sich unter www.forum-der-kulturen.de.