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Stuttgart zeigt Flagge für Tibet

11.03.2019 Aktuelles
Unter dem Motto "Flagge zeigen für Tibet" hat die Regionalgruppe Stuttgart der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) mit dem Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, am Montag, 11. März, um 13 Uhr auf dem Marktplatz drei Tibet-Fahnen gehisst. Anlass war der 60. Gedenktag des tibetischen Volksaufstandes von 1959. Im Rahmen der gleichlautenden bundesweiten Kampagne will die Regionalgruppe Stuttgart der TID damit die Verantwortlichen in den Regierungen, insbesondere der chinesischen Regierung, dazu auffordern, den Tibetern ihr Recht auf Selbstbestimmung zu geben und Menschenrechte im besetzten Tibet zu wahren.

BM Pätzold hisst Flagge für TibetBürgermeister Peter Pätzold hat am Montag, 11. März, drei tibetische Flaggen vor dem Stuttgarter Rathaus gehisst. Foto: Leif Piechowski"Das Hissen der Flagge für Tibet ist ein Symbol, um an das Unrecht zu erinnern, das dem tibetischen Volk angetan wurden. Es ist aber auch eine Ermahnung, dass die weltweit zunehmenden Menschenrechtsverletzungen und  Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit nicht einfach so hingenommen werden dürfen", sagte Bürgermeister Peter Pätzold.

Die Tibet Initiative Deutschland setzt sich seit ihrer Gründung 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte im besetzen Tibet ein. Mit bundesweit 60 Regionalgruppen und Kontaktstellen  sowie rund 2000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme.

Hintergrund

Das tibetische Volk erhob sich am 10. März 1959 gegen die chinesische Besatzungsmacht als Folge der Besetzung und Unterdrückung Tibets durch China im Jahr 1959/50. Etwa 300.000 Tibeter versammelten sich vor der Sommerresidenz des
Dalai-Lama nahe der tibetischen Hauptstadt Lhasa aus Sorge um sein Leben. Der Dalai-Lama musste ins Exil nach Indien fliehen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen ums Leben als das chinesische Militär den Aufstand blutig niederschlug.
Im März 2018 jähren sich auch die letzten großen Tibet-Aufstände von 2008. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking brachen in ganz Tibet Proteste aus. Die chinesische Regierung antwortete mit militärischer Gewalt. Tausende Tibeter wurden festgenommen, inhaftiert und gefoltert.

Symbolik der tibetischen Nationalflagge

Die tibetische Flagge ist das äußere Symbol der Tibeter auf Selbstbestimmung und aufgrund ihrer Symbolik in Tibet selbst strengstens verboten. Die heutige Flagge entstand unter dem 13. Dalai-Lama (1876-1933).

Weitere Informationen unter www.tibet-flagge.de sowie www.tibet-initiative.de.